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Spielplatz und Südbahnhof: Heiligkreuzer machen Druck

Der in der Bernhardstraße geplante Spielplatz, die weiter ausstehende Barrierefreiheit des Südbahnhofs und ein Antrag der SPD, in der Tessenowstraße einen Fahrradstreifen anzulegen und so die dort teils chaotischen Verkehrsverhältnisse zu entspannen, waren Themen der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats von Heiligkreuz.
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Seit vielen Jahren warten die Bewohner der Wohnanlage "Im Klostergarten" darauf, dass in der unteren Bernhardstraße ein Spielplatz angelegt wird. Foto: Symbolbild/Pixabay

Seit vielen Jahren warten die Bewohner der Wohnanlage "Im Klostergarten" darauf, dass in der unteren Bernhardstraße ein Spielplatz angelegt wird. Foto: Symbolbild/Pixabay

Seit vielen Jahren schon warten die Bewohner der Wohnanlage "Im Klostergarten" darauf, dass in der unteren Bernhardstraße ein Spielplatz angelegt wird. Vor wenigen Wochen begannen die Erdarbeiten, die jedoch witterungsbedingt unterbrochen werden mussten, berichtete Simeon Friedrich vom Jugendamt der Stadt. Gemeinsam mit Corinna Siefert vom Verein "Mobile Spielaktion" war Friedrich zu Gast im Ortsbeirat, um über den Sachstand des Projekts in der Bernhardstraße sowie die Gesamtsituation im Ortsteil zu informieren.  

Heiligkreuz steht "relativ gut da"

Im Vergleich zu anderen Ortsbezirken stehe Heiligkreuz "relativ gut da", so Corinna Siefert mit Verweis auf die aktuelle Spielraumanalyse. Ein besonderes Plus für die Heiligkreuzer Kinder und Jugendlichen stelle die Nähe zum Naherholungsgebiet "Mattheiser Weiher" dar. Besonders hervorzuheben sei außerdem, dass mit dem Park der Schönstattschwestern ein privater Eigentümer eine Spielfläche öffentlich zugänglich mache, die sehr gut angenommen werde, so Corinna Siefert weiter. Dem einzigen Bolzplatz im Stadtteil in der Reckingstraße bescheinigte sie hingegen einen "eher desolaten Zustand" – eine Einschätzung, die der Ortsbeirat teilt. Aus Sicht der Kinder stellten zudem Straßburger Allee und die Straße Im Hopfengarten Barrieren dar; während in ersterer viele Autofahrer trotz Rotlicht über die Ampel führen, würden im Hopfengarten zahlreiche Autofahrer zu schnell fahren, so die Rückmeldungen der befragten Jungen und Mädchen.

Kritik am Wegfall von Stellplätzen

Friedrich erläuterte die Maßnahme in der Bernhardstraße und ging hierbei auf die Kritik am Wegfall von Stellplätzen ein. Auf dem besagten Abschnitt sei das Abstellen von Fahrzeugen zwar über Jahre geduldet worden, doch nie rechtens gewesen. Um eine sichere Zuwegung zum neuen Spielplatz zu gewährleisten, werde diese Fläche auch nach Abschluss der Baumaßnahme nicht mehr zum Parken zur Verfügung stehen. Friedrich erklärte, dass die Stadt davon ausgehe, dass der erste Bauabschnitt "vor dem Sommer 2020" abgeschlossen sein wird. Was den geplanten zweiten Bauabschnitt anbelangt, kündigte er an, dass es im Januar ein Gespräch zwecks Erstellung einer Ausführungsplanung geben werde. Auf Bitten von Ortsvorsteher Hanspitt Weiler versprach Friedrich, den Ortsbeirat im Zuge der weiteren Planung zeitnah zu informieren. Mehrfach um ein konkretes Datum für eine Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts gebeten, erklärte Friedrich: "Wenn wirklich alles gut läuft" sei mit diesem für 2021 zu rechnen.

Südbahnhof nicht bis 2021 umgebaut

Definitiv nicht bis 2021 wird der Südbahnhof barrierefrei umgebaut sein, berichtete Weiler mit Verweis auf ein Schreiben des Baudezernenten, in dem auf die Deutsche Bahn AG verwiesen wird. Der Ortsbeirat unterstrich seine Forderung nach raschem Bau einer Aufzuganlage, handele es sich beim Südbahnhof doch um eine der am stärksten frequentierten Bahnstationen Triers, die insbesondere von Grenzpendlern genutzt werde. Für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt seien oder Familien mit Kinderwagen sei die bestehende Treppenanlage eine Zumutung oder gar nicht überwindbar.

Kaum Überblick in der Tessenowstraße und im Karlsweg

Kaum mehr einen Überblick haben aus Sicht des Ortsbeirats auch viele Verkehrsteilnehmer in der Tessenowstraße und im Karlsweg. In einem Antrag der SPD, der vom Ortsbeirat einstimmig beschlossen wurde, wird das Rathaus deshalb aufgefordert zu prüfen, ob auf der bergaufführenden Fahrbahn ein Fahrradangebotsstreifen angelegt werden kann. "Hierdurch würde mehr Sicherheit für die Radfahrer erreicht und das ungeordnete Parken in den Einmündungsbereichen und an dem Fußgängerweg abgestellt", begründete Klaus Wagner, Sprecher der SPD-Gruppe im Ortsbeirat, den Vorstoß. RED