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Stadtrat stellt Weichen für Exhaus-Sanierung

Das Jugend- und Kulturzentrum Exhaus wird für rund 3,6 Millionen Euro saniert und umgebaut, um den Brandschutz und die Barrierefreiheit zu verbessern. Das hat der Trierer Stadtrat nun beschlossen (bei zwei Enthaltungen der AfD). Voraussichtlich im Mai entscheidet die Landesregierung, ob der Antrag auf eine Förderung von 60 Prozent aus dem Investitionsstock für das Projekt bewilligt wird. Auch bei einem negativen Bescheid wird der Umbau in Angriff genommen.
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Anfang  2015 waren erhebliche  Brandschutzmängel an dem seit den 60er Jahren als Jugend- und Kulturzentrum genutzten Gebäude festgestellt worden (der WochenSpiegel berichtete). Zu schmale und gewendelte Fluchttreppen, zu enge Notausgänge, eine unzureichende Sicherheitsbeleuchtung sowie Mängel der Feuermeldeanlage bedeuten nach Einschätzung der Experten §eine akute Gefahr für Leib und Leben" der Besucher. Daher verhängte die Bauaufsicht erhebliche Beschränkungen für die Nutzung des Gebäudes, die auf Dauer das beliebte Jugend- und Kulturzentrum in seiner Existenz gefährdet hätten.

Änderungen bei der Raumaufteilung

Bei dem anstehenden Umbau unter Leitung der städtischen Gebäudewirtschaft werden die Nutzungen und Zuschnitte der Räume geändert. Im Keller und im Erdgeschoss des Südflügels entstehen neue Sanitäranlagen. Dafür wird der bisherige Veranstaltungsraum "Kleines Exil" benötigt. Als Ersatz wird das "Bootshaus" im Erdgeschoss hergerichtet. Im Hauptgebäude sind im Erdgeschoss die offene Jugendarbeit plus Büroräume, in der ersten Etage das Café Exakt, die erweiterte Cateringküche sowie Büros vorgesehen. Im Südflügel sind weiterhin der Kinderhort und das Exil ansässig. Im Nordteil haben unter anderem das Landesmedienzentrum und der Balkensaal ihren Sitz.

Neue Schutztüren

Bei dem denkmalgeschützten Gebäude sind bauliche Eingriffe nur an Stellen geplant, wo die alte Bausubstanz bereits früher umgestaltet wurde. Die Fluchttreppe für den Balkensaal und der Notausgang aus dem Exil werden als moderne Elemente angefügt. Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, wird im Nord- und Südflügel jeweils ein Aufzug eingebaut. Zudem werden ein Hublift und eine Rampe installiert. Zur Verbesserung des Brandschutzes stehen auch neue Schutztüren sowie Verbesserungen bei der Lüftung und Entrauchung, bei den Alarmsystemen sowie bei der Notbeleuchtung auf der Liste. Ein genauer Starttermin für den Umbau steht noch nicht fest. Foto: Archiv