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Theater für alle: Neuer Spielplan vorgestellt

Ausverkaufte Vorstellungen und ein motiviertes Team zeigen, dass der Neustart am Theater Trier geglückt ist. Diesen Erfolg mit dem neuen Spielplan fortzuführen, ist das Ziel von Intendant Manfred Langner.
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Die Revue "Ein Tanz auf dem Vulkan" entführt ins Trier der Zwanziger Jahre Foto: Martin Kaufhold

Die Revue "Ein Tanz auf dem Vulkan" entführt ins Trier der Zwanziger Jahre Foto: Martin Kaufhold

Er betonte bei der Vorstellung des Programms 2019/20, man sei dem Ziel, das Theater als Forum der modernen Stadtgesellschaft zu etablieren, ein gutes Stück näher gekommen. "Ich freue mich über den großen Zuspruch aus der Bevölkerung. Wenn wir zufrieden sein wollten, könnten wir das sein. Wir sind es aber nicht, wir wollen das Theater weiter entwickeln", betonte Langner. Er dankte seinem Team und allen 220 Mitarbeitern des Theaters, die "mit Herzblut" für das Haus arbeiten würden.

Philharmonisches Orchester feiert 100-jähriges Bestehen

Das Philharmonische Orchester der Stadt Trier feiert in der neuen Spielzeit sein 100-jähriges Bestehen mit einer Festwoche vom 20. bis 27. Oktober. Vier Konzerte – ein Familienkonzert, ein Klassik um 11-Konzert, ein Mixed Zone- und ein Sinfoniekonzert folgen in dieser Woche aufeinander. Highlight ist das Festkonzert mit Anton Bruckners 7. Sinfonie am 27. Oktober in St. Maximin – auf den Tag genau 100 Jahre nach dem ersten Konzert des Orchesters im Jahr 1919.

Schauspiel: "Rain Man" und "Oliver!"

Die erste Premiere im Bereich Schaupiel kündigt Manfred Langner mit "der schlechtesten Sängerin der Welt" an. In "Souvenir" geht es um Florence Foster Jenkins, die von dem langjährigen Ensemblemitglied Barbara Ullmann verkörpert wird. "Rain Man" liegt der Film mit Dustin Hoffman zugrunde, die Revue "Ein Tanz auf dem Vulkan" entführt ins Trier der Zwanziger Jahre, das Musical "Oliver!" geht zurück auf Oliver Twist von Charles Dickens, "Intra Muros" ist die deutsche Erstaufführung eines Schauspiels des bereits mehrfach ausgezeichneten jungen Autors Alexis Michalik und als Klassiker wird Lessings "Nathan der Weise" in der Europäischen Kunstakademie zur Aufführung kommen. Zu den zwölf Neuproduktionen kommen drei Wiederaufnahmen ("Sechs Tanzstunden in sechs Woche", "Amore, Amore, Amore" und "Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran").

Musiktheater: Fünf Premieren

Im Musiktheater wird es fünf Premieren geben, von denen Operndirektor Jean-Claude Berutti als "sieben Meisterwerke" spricht. Sieben deshalb, weil die letzte Premiere im Mai 2020 drei kürzere Werke unter der Überschrift "Drei leidenschaftliche Meisterwerke des Musiktheaters" zusammenfasst: "Pygmalion" (Rameau), "Phädra OP 93" (Britten) und "Meister Pedros Puppenspiel" (de Falla). Mit "La Bohème", der "Hochzeit des Figaro" und dem "Rosenkavalier" stehen drei bekannte Werke der weniger bekannten Operette "La Périchole" von Jacques Offenbach gegegenüber.

Tanzsparte: Von "Carmen" bis "Dornröschen"

In der Tanzsparte bietet Ballettdirektor Roberto Scafati an einem Ballett-Doppelabend Neuinterpretationen der Klassiker "Carmen" und "Bolero" an. Ebenso im Programm: "The Door". Ein Abend mit verschiedenen Choreographien von jungen Choreographen sowie eine Uraufführung mit dem Tanztheater "Rituale". Neben den neuen Choreographien und Inszenierungen gibt es die Wiederaufnahmen von "Dornröschen", "Zorbas" und "Die Reise in die Hoffnung".

Schultheatertage werden wieder zum Leben erweckt

Für Kinder und Jugendliche gibt es das Märchen "Aladin und die Wunderlampe", "Le petit prince" in französischer Sprache sowie die Jugendstücke "Ein ganz gewöhnlicher Jude" und "Türkisch Gold". Die Angebote der Theater- und Konzertpädagogik werden fortgeführt und weiterhin ausgebaut. So werden die Trierer Schultheatertage wieder zum Leben erweckt, es gibt unter anderem Workshops zu Tanz, Theater und Maske, Pult an Pult bietet jungen Instrumentalisten die Möglichkeit zu Proben mit Orchestermusikern und man geht auch vor Ort in Kindergärten und Schulen.

"Theater für Mutbürger"

Darüber hinaus bietet das Bürgertheater unter der Überschrift "Theater für Mutbürger" Theaterprojekte für Laien aller Altersklassen an. Hier wird das Team mit Stephan Vanecek verstärkt, der vielen aus seinen Projekten in der Tufa bekannt sein dürfte. Marc-Bernhard Gleißner verlässt das Bürgertheater auf eigenen Wunsch. Eine weitere personelle Veränderung ist die Übernahme der Chordirektion durch Martin Folz. Nach seiner erfolgreichen Arbeit mit den Kinder- und Jugendchören wird er nun ab der nächsten Saison auch den Opern- und Extrachor des Theaters leiten. RED