Trier-Nord: Polizei und Ordnungsamt mit Steinen beworfen

Trier. In Trier-Nord sind Beamte von Ordnungsamt und Polizei bei einem Einsatz am späten Montagabend, 6. April, mit Steinen und Knallkörpern beworfen worden. Die Polizei ermittelt.

Bisher halten sich die allermeisten Trierer an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die Einschränkungen der Versammlungsfreiheit und die Abstandsregeln, die landesweit gelten. Am Montagabend aber ist es im Trierer Beutelweg erstmals zu regelrechten Ausschreitungen gekommen, bei denen Beamte des Kommunalen Vollzugsdienstes und der Polizei mit Steinen beworfen wurden. Eine Streife des Vollzugsdienstes fand gegen 21.50 Uhr im Beutelweg eine Gruppe von zehn bis zwölf Personen vor, die sich bis auf zwei Personen schnell auflöste, als das Fahrzeug des Ordnungsamtes zu sehen war. Die Personen versteckten sich in naheliegenden Gärten und Nebenstraßen. Das Dienstfahrzeug der Beamten wurde von ihnen ohne erkennbaren Grund mit Steinen beworfen, mindestens fünf trafen und beschädigten das Auto. Die Beamten forderten Verstärkung an, die in Form von weiteren Streifen des Ordnungsamtes sowie durch Streifen der Polizeiinspektionen Trier und Schweich sowie der Bundespolizei und durch einen Diensthundeführer wenig später eintraf. Die Steinewerfer flüchteten daraufhin.

Mehr Streifen im Beutelweg

Polizei und Ordnungsamt werden den Beutelweg ab sofort gemeinsam verstärkt bestreifen, um die Wiederholung solcher Versammlungen zu verhindern. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Vorfall von Montagabend aufgenommen.

"Feiger Angriff auf Ordnungskräfte"

Der Trierer Ordnungsdezernent Thomas Schmitt sagt dazu: "Die Einschränkungen der Versammlungsfreiheit dienen dazu, die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen. Dazu müssen unsere Ordnungskräfte Kontrollen durchführen und haben eine ganz schwierige Aufgabe. Die meisten Bürger helfen eigenverantwortlich mit und sind unseren Einsatzkräften dafür dankbar. Hier wurde nun ein feiger Angriff auf unsere Ordnungskräfte verübt, dabei hätte es zu schweren Verletzungen kommen können. Wir hoffen, dass die Täter gefasst werden. Gleichzeitig sage ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen herzlichen Dank und hoffe, dass Sie sich von dem Schreck bald erholen. Auch der Polizei gilt mein Dank für die Unterstützung und die Ermittlungen."

RED/PA

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