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UPDATE - Tragischer Unfall: Giftgas tötet junge Mutter

In einem Haus in der Römerstraße in Langsur (Ortsteil Metzdorf) ist es am 24. Oktober zu einem schweren Kohlenstofmonoxid (CO)-Unfall gekommen. Eine 32-Jährige kam dabei ums Leben. Elf Menschen wurden verletzt.
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Am Sonntagabend klagte der 6-Jährige Sohn der 32-Jährigen über starke Bauchschmerzen hat. Die Eltern beschlossen mit ihm in ein Krankenhaus zu fahren. Der Junge wurde stationär aufgenommen, der Vater blieb über Nacht bei dem Sohn im Krankenhaus. Die 32-Jährige fuhr wieder nach Hause und legte sich zum schlafen hin. Die Heizungsanlage hatte wohl einen technischen Defekt, wodurch unbemerkt Kohlenmonoxid austrat was wohl auch die Beschwerden des Jungen hervorrief.

Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen

Am Montagmorgen sollte die Frau ihren Mann im Krankenhaus ablösen. Sie erschien allerdings nicht und ging auch nicht ans Telefon. Man fand die Frau schließlich leblos im Schlafzimmer. Rettungsdienst und Notarzt versuchten die Frau zu reanimieren - vergebens. Der Notzarzt konnte nur noch den Tod der 32-Jährigen feststellen. Während des Einsatzes schlug der CO- Warner eines Rettungsassistenten an. Daraufhin wurde ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungsdienst zur Unglücksstelle nach Metzdorf alarmiert. 

Elf Menschen verletzt

Weitere Familienangehörige waren zu diesem Zeitpunkt im Wohnzimmer in angrenzenden Altbau des Hauses, von dem es einen offenen Zugang zum Neubau gibt. Die Feuerwehr konnte deshalb nicht ausschließen, dass das giftige Gas auch in diesen Teil des Gebäudes gezogen war. Die Feuerwehr öffnete zunächst alle Fenster und Türen und sperrte den Bereich um das Gebäude weiträumig ab. Auch die Heizung im Haus wurde abgeschaltet. Währenddessen untersuchten Rettungskräfte die Anwesenden vor Ort. Durch das Giftgas wurden elf Menschen verletzt - darunter vier Einsatzkräfte. Nach mehreren Stunden gab die Feuerwehr das Haus wieder frei. Während des dreistündigen Einsatzes war die Römerstraße für den Verkehr voll gesperrt.

Notfallseelsorger vor Ort

Im Einsatz waren mehr als 60 Einsatzkräfte der FEZ und die Wehrleitung Trier- Land sowie die Feuerwehren  Metzdorf, Langsur, Mesenich, Grewenich, Igel und die DekonGruppe der Freiwilligen Feuerwehr Rodt. Vor Ort waren auch der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Trier, das DRK Konz, die Malteser aus Welchbillig und die Notärztin aus Trier. Notfallseelsorger sind vor Ort, um sich um die Angehörigen zu kümmern.

Entsetzt über Tragödie

Der Ortsvorsteher Karl Stadler ist entsetzt über diese Tragödie. Im Gespräch erklärt er, das die Familie im ganzen Dorf bekannt sei und es sich um einen tragischen Verlust handele. Man stehe der Familie bei, wenn Hilfe benötigt wird. Kriminalpolizei Trier und die Staatsanwaltschaft Trier haben die Ermittlungen aufgenommen. Fotos/Video: Agentur Siko