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Vom Elfenbeinturm in die Stadt: Campus trifft Illuminale

Es gibt viele gute Gründe, sich "City Campus trifft Illuminale" am 30. September nicht entgehen zu lassen. Genauer gesagt mehr als 100. So viele Einzelbeiträge Vorträge, Experimente, Workshops, Mitmachaktionen, Vorführungen und Lichtinstallationen warten in der Trierer Innenstadt auf das Publikum. Gemeinsam bieten die Nacht der Wissenschaft und das Lichtkunstfestival ein pralles Programm für Besucher jeden Alters.
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Wissenschaftlern wird gerne unterstellt, dass sie im Elfenbeinturm sitzen. Dem wollen  Uni Trier und Hochschule mit dem City Campus entgegenwirken. So wird bei der langen Nacht der Wissenschaft geklärt, wie Schokolade hergestellt wird, was die Römer mit Informatik zu tun haben oder wie sich Liebeslieder im alten Ägypten angehört haben. Mehr als 100 Projekte aus fünf Fachbereichen von Uni und Hochschule werden sich zwischen Viehmarkt, Rathaus und Theater der Öffentlichkeit präsentieren. Die Wissenschaftler werden dabei eine große Bandbreite an Themen vorstellen, die viele aktuelle Diskussionen und Phänomene aufgreifen.

Von Römerschiffen bis 3-D-Drucker

So geht es im Bereich Umwelt unter anderem um Energiewende, Klimaforschung und Nationalparks. Im Sektor Technologie werden beispielsweise das Potenzial von 3-D-Drucken, Roboter-Entwicklung oder Hacker-Angriffe thematisiert. Die Sparte Kultur reicht von mittelalterlicher Kampfkunst über eine Kunst-App bis zur Rekonstruktion von Römerschiffen.  Der City Campus versuche die breite der Themen von Uni und Hochschule zu präsentieren und verständlich zu erklären, so Prof. Dr. Michael Jäckel, Präsident der Uni Trier. Ähnlich sieht es auch sein Kollege Prof. Dr. Norbert Kuhn, Präsident der Hochschule Trier. Man wolle mit dem City Campus anwendungsorientierte Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich machen.

Illuminale erhellt Wissenschaft

Die Illuminale widmet sich in diesem Jahr den Themen Upcycling und Nachhaltigkeit. An der Rathausfassade zeigt der freischaffende Fotokünstler Gery Oth aufwändige Projektionen von Naturimpressionen, die er mit einer Lochkamera aufgenommen hat. Aus weggeworfenen Verpackungsmaterialien entstehen Flugmonster. Früchte, Pflanzen und Beete erstrahlen in neuem Licht - gestaltet von Kunst-AGs, Schulen und sozialen Einrichtungen der Region. Auch die Pfarrkirche St. Antonius, das Humboldt-Gymnasium und der Hochbunker werden erstmals im Rahmen eines Lichterfestivals bespielt. An allen drei Orten können Zuschauer Teil des Kunstwerks werden. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe findet die Veranstaltung deshalb auch eine "geniale Idee". "Für Stadt und Region ein wirklich besonderes Ereignis. Ich freue mich mit vielen Trierern sehr auf die Nacht der Wissenschaft und bin wie sie neugierig auf das, was die Wissenschaftler an spannenden Themen aufbereitet haben." Das Programm gibt eshier.