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Waldbrandgefahr steigt deutlich an: Waldbesucher aufgepasst

Die Trocken- und Hitzeperiode hält weiter an. Das Forstamt Trier weist die Bevölkerung deshalb auf die steigende Waldbrandgefahr hin und bittet um Aufmerksamkeit beim Waldbesuch.
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Bereits am Dienstag, 2. Juli, ist es zu einem größeren Brand im Jungenwald im Trierer Stadtteil Ehrang gekommen. Waldbesucher sollten während der anhaltenden Trocken- und Hitzeperiode besonders vorsichtig sein. Foto: Agentur Siko

Bereits am Dienstag, 2. Juli, ist es zu einem größeren Brand im Jungenwald im Trierer Stadtteil Ehrang gekommen. Waldbesucher sollten während der anhaltenden Trocken- und Hitzeperiode besonders vorsichtig sein. Foto: Agentur Siko

"Da die Trocken- und Hitzeperiode weiter anhält, steigt die Waldbrandgefahr rund um Trier und im Moseltal deutlich", hierauf weist Forstdirektor Gundolf Bartmann, Leiter des Forstamtes Trier, hin. Der zweithöchste Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes sei inzwischen mit Stufe vier erreicht. "Unsere Wälder, die Tiere und Pflanzen können im Brandfall nicht evakuiert werden. Sie sind schutzlos dem Feuer ausgeliefert, Totalverluste der Lebensräume sind neben dem wirtschaftlichen Schaden die bittere Folge", so Bartmann. Besonders gefährdet sind Nadelholzreinbestände mit trockenem Unterholz und Wälder mit starkem Besucherandrang. Aufgrund des seit Jahrzehnten planmäßig entwickelten hohen Laubholzanteils und der Vielfalt in den heimischen Wäldern gibt es laut Forstamt Trier hier einen natürlichen Waldbrandschutz, weswegen großflächige Brände wie in Schweden oder Südeuropa nicht zu befürchten sind. "Die Zusammenarbeit zwischen den sehr gut ausgerüsteten Feuerwehren, Forstämtern und sonstigen Einsatzkräften wird regelmäßig geübt und strategische Einsatzpläne vorbereitet", so Forstamtsleiter Bartmann.  

Richtiges Verhalten im Wald

Circa 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände gehen auf den unvorsichtigen Umgang der Menschen mit offenem Feuer im Wald und in Waldesnähe zurück. Waldbrände können auch durch Blitzschlag oder weggeworfenes Glas entstehen. Das Forstamt Trier weist gemeinsam mit den Feuerwehren eindringlich alle Naturfreunde und Waldbesucher auf folgende Verhaltensregeln hin:  
  • Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten, machen Sie Raucher höflich darauf aufmerksam.
  • Das Grillen und Anlegen offener Feuer ist im Wald und in Waldesnähe verboten. Bitte ausschließlich offizielle Grillplätze benutzen und auch hier größte Vorsicht wegen Funkenflug. Eine besondere Gefahr geht von den flexiblen Einmalgrills aus.
  • Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden!
  • Halten Sie alle Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege für die Rettungsfahrzeuge vollständig frei.
  • Jede, auch kleinere Rauchentwicklung außerhalb der Siedlungsgebiete melden, Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei). Die Angabe der im Wald an Wegkreuzungen beschilderten Rettungspunkte (grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Nummer) erleichtert die rasche Bekämpfung. 

Folgen eines Waldbrandes sind schwerwiegend

"Die ökologischen und ökonomischen Folgewirkungen eines Waldbrandes sind schwerwiegend", betont Bartmann. So vernichten auch kleinere, niedrige Bodenfeuer durch die Temperaturentwicklung und die Schädigung der Wurzeln und Stammanläufe den aufstockenden wertvollen Waldbestand einschließlich aller Lebewesen. Die Revierförster der örtlichen Förstereien, die Feuerwehr und die Polizei sind bei ihren Bemühungen zum aktiven Waldschutz auf die Mithilfe aller Bürger angewiesen", so der Appell des Forstamtes.  

Katastrophale Waldbrände sind nicht zu befürchten

Durch die über Jahrzehnte von den Waldbesitzern in Rheinland-Pfalz bereits praktizierte naturnahe Waldwirtschaft sind artenreiche, vielfältige und strukturreiche Wälder aufgebaut worden. Großflächige Monokulturen gehören der Vergangenheit an. Deshalb sind katastrophale Waldbrandereignisse wie beispielsweise in Schweden oder dem Mittelmeerraum in Hunsrück, Eifel und Moselraum nicht zu befürchten. RED