Wandern, Radeln, Natur erleben

Trier. Gerade in Zeiten des Coronavirus genießen jetzt viele Menschen in der Region Wanderungen in der Natur. Die heimischen Wälder und Radwege dienen als umweltschonende Kraftquelle und willkommende Abwechslung zu Quarantäne und Kontaktbeschränkungen – und bieten Perspektiven für den ungewissen Sommerurlaub 2020.

Sein angestaubtes Image hat das Wandern längst abgelegt: Auch junge Leute schätzen heute die positiven Effekte einer Wanderung auf die Gesundheit und erfreuen sich an einem ungetrübten Blick in die schöne Natur.

Mehr als 1000 Kilometer erstklassige Moselradwege begeistern alleine im Moselland. Allen voran die 248 Kilometer lange Premium-Radroute Mosel-Radweg von Perl bis zum Deutschen Eck in Koblenz. Und auch wandermäßig ist die Region Trier-Saarburg mit insgesamt 737 abwechslungsreiche Wanderrouten bestens ausgerüstet. Besonders beliebt sind die sogenannten Traumschleifen entlang des Saar-Hunsrück-Steigs zwischen Mosel, Rhein, Saar und Nahe. Eine davon ist die "Dollbergschleife" im Heimatort von WochenSpiegel-Redakteurin Andrea Fischer. "Besonders schön ist es kurz nach Sonnenaufgang im Wald unten im Altbachtal zwischen Züsch und Neuhütten, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Baumkronen bahnen", findet die WochenSpiegel-Redakteurin, die schon als Kind dort unten am rauschenden Altbach einen Glücksort für sich gefunden hat.

Region zu Fuß begeistert

Auch WochenSpiegel-Redakteurin Claudia Neumann hat die vergangenen Wochen genutzt, um mit der Familie die schönsten Seiten der näheren Umgebung zu entdecken, sei es per pedes oder mit dem Rad. "Meine Favoriten für familienfreundliche Wanderungen mit Begeisterungspotential: der Weishauswald und der Felsenweg über Trier-Pallien, der Baum-Welt-Pfad im Meulenwald bei Trier-Quint, der Römerpfad mit Burg Ramstein, Butzerbachtal und Genovevahöhle bei Kordel und die Irreler Wasserfälle samt der Teufelsschlucht bei Ernzen."

Interaktiv auf dem Saar-Radweg

Übrigens kann der Saar-Radweg jetzt zwischen Konz und Saarbrücken auch interaktiv befahren werden. An 16 Stationen laden Audiopunkte zur Lauschpause ein. Alles, was man dafür braucht, ist ein Smartphone und die kostenlose Lauschtour-App. Diese benachrichtigt automatisch mit einem Signalton, wenn die nächste Lauschstation erreicht ist. Das besondere ist, dass Menschen aus der Region zu Wort kommen und akustisch ihre Heimat präsentieren. So erzählt Gästebegleiterin Irmgard Reinert in Serrig über die Klause in Kastel-Staadt und die fesselnde Geschichte des Blinden Königs Johann von Böhmen. Gästebegleiterin Edith Weier weiß in Saarburg einige Anekdoten über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu berichten und an der Saarmündung in Konz lüftet Heimatexperte Rudolf Molter so manches Geheimnis um die Römische Kaiserresidenz.

FIS/CN/JK

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