Weiberfastnacht: Heißer Start in die tollen Tage

Straßenkarneval startet, Sicherheitskonzept vorgestellt

Trier. Endlich ist es soweit! Unter dem Motto "Die Welt steht Kopf" startet der Straßenkarneval in Trier in die tollen Tage. Damit alle Narren unbeschwert feiern können, setzen die Verantwortlichen auf ein bewährtes Sicherheitskonzept.

"Los geht es an Weiberfastnacht, 20 Februar, ab 10.45 Uhr mit der Erstürmung des Rathauses am Augustinerhof. Anschließend ziehen die Narren weiter durch die Innenstadt zur großen Bühne auf dem Hauptmarkt. Dort findet um 11.11 Uhr die Schlüsselübergabe an das Trierer Stadtprinzenpaar Harald III. und Marion II. statt. Im Anschluss verkündet das Prinzenpaar die närrischen Gesetze und übergibt Stadtpatron Petrus auf dem Petrusbrunnen den obligatorischen Blumenstrauss. Zur Unterhaltung des närrischen Volkes werden auf dem Hauptmarkt bis 16 Uhr die Live-Bands Kölsche Jungs, De Hofnarren, Leiendecker Bloas und de Schouten aufspielen. Auch Moderatorin und DJ-Jane Rent-a-sunshine Sonja Storz ist mit von der Partie und wird dem Publikum mächtig einheizen. Es gelten die üblichen Sicherheitsvorkehrungen wie Glasverbot, Zugangskontrollen und kein Ausschank von hochprozentigen Alkoholika an Minderjährige.

Drei große Partys

Nach dem Karnevalsauftakt auf dem Hauptmarkt starten drei große Karnevalspartys in der Innenstadt:

  • Für alle Jugendlichen ab 14 Uhr in der Aula der Berufsbildenden Schulen (BBS-Aula) - organisiert von Stadtjugendpflege und den Jugendzentren Exhaus und Mergener Hof.
  • Im Kasino am Kornmarkt findet traditionell die große Fete für alle Karnevalsfreunde mit den DJ‘s Karsten Wengler und DJ Carnage23 mit allen Karnevalsschlagern statt.
  • Erstmals richtet dieses Jahr auch die KG Heuschreck, ab 15.11 Uhr eine große Karnevalsparty in ihrer Residenz, der Trierer Europahalle, aus. Mit dabei unter anderem Kamelle Kapelle und die Dompiraten.

Verantwortliche setzen auf bewährtes Sicherheitskonzept

An Weiberfastnacht und Rosenmontag werden in Trier jeweils mehrere zehntausend Narren erwartet, die beim Straßenkarneval unterwegs sind. Damit alle unbeschwert feiern können, setzen Stadt, Polizei und die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) auf ihr in den vergangenen Jahren bewährtes Sicherheitskonzept.  An beiden Tagen werden verstärkt zivile und uniformierte Polizeistreifen unterwegs sein. Darüber hinaus werden an neuralgischen Punkten in der Innenstadt mobile Einsatzkräfte vorgehalten, die im Bedarfsfall schnell zur Stelle sind.

Polizei setzt auf Videoüberwachung

Sowohl an Weiberfastnacht wie auch am Rosenmontag setzt die Polizei auf Videoüberwachung an neuralgischen Punkten. An Weiberfastnacht und am Rosenmontag wird eine Videoüberwachung auf dem  Hauptmarkt installiert. Am Rosenmontag wird darüber hinaus der Vorplatz an der Arena in das Videokonzept aufgenommen. Durch den Einsatz der Videokameras sollen die Einsatzverantwortlichen negative Entwicklungen frühzeitig erkennen und Einsatzkräfte zu neuralgischen Punkten dirigieren, um Eskalationen vorzubeugen. Im Falle von Straftaten werden die gespeicherten Videoaufnahmen zur Strafverfolgung herangezogen, anderenfalls nach einer 30-Tage-Frist gelöscht. Die videoüberwachten Bereiche werden für Besucher durch Hinweisschilder deutlich gekennzeichnet und ausgewiesen. Durch diese Hinweise sollen ebenso potenzielle Straftäter von eventuellen Vorhaben abgebracht werden.

Einfahrtsverbote und Verkehrsbeschränkungen

Verkehrsbeschränkungen, Einfahrtsverbote und sonstige Anordnungen der städtischen Ämter werden in gesonderten Mitteilungen der Stadtverwaltung Trier bekanntgegeben. So wird am Rosenmontag ein zeitlich und örtlich begrenztes Verbot für bestimmte schwere Fahrzeuge  entlang der Zugstrecke erlassen. Dieser Bereich soll zwischen 11 und 18 Uhr für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt werden. Die Polizei wird die Einhaltung dieser Verbote überwachen und entlang der Zugstrecke für Sicherheit sorgen. Unterstützt werden die Beamten des Polizeipräsidiums Trier von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei. Insgesamt werden an den beiden Großveranstaltungen in Trier rund 250 Beamte im Einsatz sein.

Glasflaschen verboten

Um gefährliche Scherben durch Glasbruch zu verhindern, ist es zwischen 10 und 18 Uhr verboten, den Hauptmarkt mit Flaschen oder Gläsern zu betreten. Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts überprüfen die Einhaltung dieses Verbots. Um zu verhindern, dass sich Lkw unberechtigt dem Hauptmarkt nähern, sind erneut Zufahrten durch Hindernisse versperrt.

Polizei und Jugendamt kontrollieren

Polizei und das Jugendamt überwachen am Fetten Donnerstag erneut die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen beim Kauf und dem Konsum von Alkohol. Es sind Kontrollen in der Gastronomie, in Geschäften sowie in verschiedenen Innenstadtstraßen geplant. Dabei geht es auch um die Mitnahme von Alkohol sowie von Gläsern und Flaschen. Im Palais Walderdorff gibt es eine Anlauf- und Aufnahmestelle für alkoholisierte Jugendliche. Wenn sie bis zur Abholung durch ihre Eltern betreut werden müssen, stehen Sozialarbeiter zur Verfügung. Auch eine Beratung der Eltern durch Mitarbeiter des Jugendamts ist möglich. An der Umsetzung des Sicherheitskonzepts an den närrischen Tagen beteiligt sich außerdem wieder der Rettungsdienst der städtischen Berufsfeuerwehr. 

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FIN/RED/PA

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