Wer bringt denn jetzt die Geschenke?!

Trier. Tannenbaum, Christkind und Bescherung: Woher unsere Weihnachtsbräuche stammen und wie unsere Vorfahren das Fest feierten. (Mehr dazu auch in der Bildergalerie!)

Jetzt ist es soweit: Weihnachten! Rund um das Fest der Geburt Jesu Christi gab es eine Vielzahl von Bräuchen.

Nicholas und Diener Ruprecht

So war ursprünglich der Nikolaustag am 6. Dezember, dem Tag der Weihnachtsfeier. Nikolaus fragte die Kinder, ob es ihnen gut gehe. Die „guten“ Kinder erhielten Lob und ein Geschenk, die „bösen“ Tadel und einen Schlag mit der Rute. Letzterer übernahm oft Knecht Ruprecht oder einen anderen obskuren Bösewicht in Nicholas' Gesellschaft. Es gab auch Nikolauskostüme und Perkussionsschleifen, in denen furchterregende dämonische Gestalten in Masken und Verkleidungen eine große Rolle spielten. Sie sollen ihren Ursprung in vorchristlichen Fruchtbarkeitsriten haben. Nikolaus, auch bekannt als der regionale Belzenickel, wollte als Weihnachtsmann über die Niederlande in die Neue Welt, wo er als Weihnachtsmann Karriere machte. Erwachsene haben in der Vergangenheit übrigens keine Nikolausgeschenke bekommen, statt Neujahr.

Christkind und Weihnachtsmann

In Deutschland hatte Nikolaus inzwischen mit der Reformation des Christkindes konkurriert. Martin Luther persönlich hätte - da die evangelische Kirche die Heiligenverehrung nicht kennt - die Weihe vom 6. Dezember zum Heiligen Abendmahl am 24. weihen sollen. Spender konnte nur das Jesuskind sein, aus dem das englischähnliche christliche Kind hervorgegangen ist. Diese wiederum fand ihren Weg in die süd- und westdeutschen Katholikengebiete, wo noch heute Kinder verraten werden, während sie in Nord- und Ostdeutschland nach 1800 vom Weihnachtsmann verdrängt wurde. Es enthält sowohl Elemente des Nikolaus als auch das Rufrecht des Dieners. In Nordeuropa ist er überall bekannt – in England als Weihnachtsmann, in Frankreich als Père Noël und in Russland als Väterchen Frost.

Adventskranz und Kerzenbaum

Der vierwöchige Advent vor dem Weihnachtsfest war früher Fastenzeit. Heute ist es dank Adventskalender, Glühwein und Weihnachtsmärkten ein Zeichen der Freude. Der mit vier Kerzen geschmückte Adventskranz, eine Erfindung des evangelisch-lutherischen Theologen Johann Hinrich Wichern, sorgt seit rund 180 Jahren in katholischen und seit 100 Jahren auch in katholischen Gebieten für Weihnachtsschmuck. Seine grüne Grundausstattung aus Tannenzweigen verbindet ihn mit dem Weihnachtsbaum. Immergrüne Pflanzen, geschmückt mit Lichtern, verkörperten die Vitalität der Natur inmitten der dunkelsten Wintertage. In dieser Tradition gibt es auch die Barbara-Filialen - am Tag des Hl. Barbara (4. Dezember) schnitzte Kirschbaumreisende, die sich in einem Glas Wasser bei Raumtemperatur verstreuen und am Weihnachtstag blühen. Um 1800 wurden die ersten Leuchttürme in den städtischen Wohngebieten des Rheinlandes errichtet, im Elsass gab es sie bereits um 1600. Sie wurden mit Äpfeln, buntem Papier, Goldrausch und Zuckerrohr geschmückt. Statt eines echten Baumes gab es auch von Bäumen gesäumte Rahmen, die Pyramiden.

Paradiesische Spiele und Krippen

Der Ursprung des Weihnachtsbaumes soll im Paradiesbaum der mittelalterlichen Paradiesspiele am 24. liegen. Dezember zu finden. Paradise Games fanden zu Weihnachten in der Kirche statt. Der 24. Dezember war früher der liturgische Gedenktag für Adam und Eva. Aus dem Weihnachtsspiel entwickelte sich das Krippenspiel, in dem die Weihnachtsgeschichte, die sich mit der Geburt Jesu beschäftigt, gezeigt wird. Noch heute vermitteln kleine Weihnachtsmagazine zu Hause die Geschichte anhand von Figuren in einem mehr oder weniger detaillierten Rahmen und verbinden die Bilderwelt der Adventszeit mit dem Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar.

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