"Wir brauchen Zeit, Geduld und Unterstützung"

Miezen-Trainerin Elena Vereschako im Interview

Trier. Die Trierer Miezen sind bereit für das erste Heimspiel der Saison 2018/19 in der 2. Handballbundesliga am Samstag gegen Beyeröhde am 29. September. Im Interview erklärt die neue Miezen-Trainerin Elena Vereschako ihre Spielphilosophie, geht auf die besondere Bedeutung der Partie am kommenden Samstag ein und verrät, welche Aktion sie mit ehemaligen Teamkolleginnen plant.

In den 2000er-Jahren haben Sie die Nachwuchsarbeit der Miezen gut voran gebracht. Sicherlich haben Sie als Cheftrainerin auch junge Talente im Blick. Wie viel Potenzial sehen Sie im Trierer Kader?

Elena Vereschako: "Wir haben eine sehr viel versprechende B-Jungend – es muss unser Ziel sein, die jungen Talente über die zweite Mannschaft gut auszubilden und ans höhere Niveau in der ersten Mannschaft heranzuführen. Aber das ist ein Lernprozess, der vor allem Zeit und Geduld braucht."

Der Saisonstart in Pokal und Liga verlief eher mittelmäßig – woran arbeiten Sie im Moment? Wo liegen die Schwerpunkte?

"Ich setze den Schwerpunkt auf eine solide Abwehr. Wir hatten eine sehr kurze Vorbereitung und haben einen kleinen Kader, was es schwierig machte, das Team richtig vorzubereiten. Von daher hilft uns jede Trainingseinheit weiter. Bei der knappen Auswärtsniederlage gegen Sachsen Zwickau war ich erstmals mit der Einstellung von der ersten bis zur letzten Minute zufrieden, da wir gekämpft und Moral bewiesen haben. Wir hätten das Spiel auch gewinnen können, was mir Mut macht. Wenn mein Team Kampfgeist zeigt, werden das auch die Miezen-Fans honorieren und uns unterstützen. Gerade in schwierigen Zeiten sind wir auf Rückhalt in der Miezen-Familie angewiesen."

Sind Sie aufgeregt vor ihrem ersten Heimspiel seit 14 Jahren?


"Ich habe große Vorfreude auf's Spiel, es geht bei uns bergauf und alle ziehen mit. Jedoch kann ich nicht zaubern und muss mit dem Kader arbeiten, den ich habe. Wohl erst im Dezember werden wir unser Gesicht verändert haben."

Wie lautet Ihr Saisonziel?

"So früh wie möglich den Klassenerhalt sichern und hoffen, dass alle gesund bleiben. Zudem muss der Funke von den Fans wieder auf die Mannschaft überspringen, sodass wir gefühlt einen siebten Feldspieler haben und die Miezen-Familie enger zusammenrückt. Ich will die Begeisterung und Verbundenheit zurückbringen. Eventuell werden wir im Winter noch Neuzugänge präsentieren, da der Kader zu klein ist."

Welche besondere Aktion haben Sie geplant?

"Nach dem Bekanntwerden meines neuerlichen Engagements bei den Miezen habe ich viel positive Rückmeldung bekommen. Und auch ehemalige Mitspielerinnen wie Kerstin Reckenthäler, Maren Baumbach, Marielle Bohm und Svetlana Mozgovaya haben mir gratuliert und meinten, dass es jetzt wieder aufwärts gehe. Ich möchte gerne alle ehemaligen Miezen-Mitspielerinnen von mir wiedersehen. Deshalb lade ich alle Kolleginnen von 1996 bis 2005 zum ersten Miezenheimspiel ein. Lasst und als Miezen mit den Fans gemein kämpfen und siegen."

Anwurf der Partie am Samstag, 29. September, ist um 18 Uhrin der Arena Trier.

VA

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