"Zetteltrick": Betrügerinnen wollen Rentner ausrauben

Zwei Fälle im Trierer Stadtgebiet - Polizei gibt Tipps

Trier. Gleich zwei Mal haben Betrügerinnen am 14. März mit dem sogenannten "Zetteltrick" versucht Rentner in Trier auszurauben.

Rotbachstraße

Gegen 10 Uhr klingelten zwei Frauen bei einer 87-Jährigen in der Rotbachstraße unter dem Vorwand, bei Nachbarn eine Nachricht hinterlassen zu wollen. Dazu benötigen sie Zettel und Stift. Die 87-Jährige kam der Bitte nach. Sie ließ die Frauen trotz wiederholten Nachfragen und Drängen nach einem Glas Wasser und einer Plastiktüte nicht in ihre Wohnung. Aufgrund des aufdringlichen Verhaltens forderte die 87-Jährige die Frauen schließlich resolut auf, dass Haus zu verlassen, was die beiden dann auch taten.

Täterbeschreibung

Die erste Verdächtige war circa 60 Jahre alt. Sie hatte ein rundliches, runzeliges Gesicht und war korpulent. Sie trug dunkle Kleidung und sprach gebrochen Deutsch. Die zweite Frau war circa 25 Jahre alt, schlank und sprach Hochdeutsch. Sie trug moderne, helle Kleidung und möglicherweise eine Kopfbedeckung. Beide Frauen hatte ein südosteuropäisches Aussehen.

"Am Mariahof" 

Im zweiten Fall klingelte zunächst eine Frau gegen 10.30 Uhr an der Wohnung eines 91-Jährigen in der Straße "Am Mariahof". Unter dem Vorwand eine Notiz fertigen zu müssen, wurde sie in die Wohnung gelassen.  Beim Aufenthalt in der Küche trat eine zweite Frau hinzu und hielt sich im Bereich der Küchentür auf. Diese versuchte, durch Schließen der Tür bzw. dem Ausbreiten eines großen Tuches den Blick in den Wohnungsflur zu verhindern. Der 91-Jährige schöpfte daraufhin Verdacht und forderte die Frauen zum Verlassen der Wohnung auf. Im Nachgang stellte der Mann fest, dass die Schränke im Schlafzimmer durchwühlt wurden. Nach ersten Ermittlungen wurde nichts entwendet.

Täterbeschreibung

Die erste Verdächtige war circa 30 Jahre alt. Sie war circa 1.55 Meter groß und von untersetzte Statur. Bekleidet war sie mit einem dickem schwarzen Wollmantel, einer Strickmütze und Handschuhen. Sie sprach Hochdeutsch. Die zweite Frau war circa 25 Jahre alt. Sie war cirac 1.60 bis 1.65 Meter groß und schlank. Bekleidet war sie mit einem schwarzem Mantel, Handschuhen und schwarzem Kopftuch mit weißem Streifen. Beide hatten ein südosteuropäisches Aussehen.

Zeugen gesucht 

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen oder weitere Geschädigte, sich unter der Telefonnummer 0651/9779-2290 zu melden.  Ob ein Zusammenhang bestehen, wird im Rahmen der Ermittlungen geprüft.

Das rät die Polizei

Die Polizei warnt und rät zur Vorsicht: Trickdiebe täuschen immer wieder insbesondere bei älteren Menschen vor, in einer Notlage zu sein oder eine kleine Hilfestellung zu benötigen. Dabei sind die Täter beim Einfallsreichtum ihrer Ausreden sehr kreativ. Unter falschem Vorwand und dem Appell an die Hilfsbereitschaft verschaffen die Täter sich Zutritt zu Wohnungen der späteren Geschädigten.

  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung! 
  • Nutzen Sie einen Türspion oder die Gegensprechanlage der Tür, bevor Sie diese öffnen!
  • Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür, ob der geschilderte Sachverhalt zutreffen kann. 
  • Schließen Sie dir Tür und reichen Sie das erbetene Blatt Papier oder Glas Wasser hinaus, ohne die Fremden in Ihre Wohnung zu lassen! 
  • Ziehen Sie (telefonisch) Nachbarn hinzu! 
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie diesen sorgfältig! 
  • Lassen Sie Handwerker nur herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder diese von der Hausverwaltung angekündigt wurden! 
  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn entgegen, wenn diese sie nicht vorher darum gebeten haben! Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch und rufen Sie laut um Hilfe! 
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel die Polizei an - 110!

RED

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.