Keine Spur von Kreditklemme

Hermeskeil. Die Volksbank Hochwald-Saarburg blickt weiterhin positiv in die Zukunft. Das ergab ein Rückblick in das Geschäftsjahr 2012, welches im Rahmen einer Vertreterversammlung in der Hochwaldhalle vorgestellt wurde. Der Jahresüberschuss (Bilanzgewinn) von rund 765.000 Euro übertrifft den des Vorjahres. Somit können erneut sechs Prozent Dividende ausgezahlt werden. Ein wenig Sorgen bereiten hingegen die politischen Entwicklungen im immer straffer regulierten Bankensektor.

Der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2012 fällt "trotz eines turbulenten Jahres", so Vorstand Werner Dellwing, erneut sehr erfreulich aus für die Volksbank Hochwald-Saarburg (Voba) . So haben laut Vorstand Alfons Jochem mehrere hundert erfolgreiche Beratungsgespräche stattgefunden, 731 Personen entschieden sich für eine Mitgliedschaft in der Genossenschaftsbank.

Insgesamt seien 67,2 Millionen Euro neue Kreditzusagen erteilt worden. "Davon flossen rund 42 Prozent an Firmen und Gewerbetreibende sowie 18 Prozent in den privaten Wohnungsbau", sagte Vorstand Werner Dellwing. Somit gäbe es also "keine Spur von Kreditklemme." Als möglichen Grund hierfür nannte Dellwing die Tatsache, dass die Voba nach der Vergabe eines Kredits auch Kreditgeber bleibe. Dellwing: "Wir verkaufen keine Kredite. Hierauf können Kreditnehmer von Anfang bis Ende der Laufzeit vertragsgemäß vertrauen." Sorgen im Bankgeschäft im Allgemeinen bereiten laut Vorstand Alfons Jochems die politischen Entwicklungen im immer straffer regulierten Bankensektor. Das Kernproblem sei die Vielfalt der unterschiedlichen nationalen Systeme, das unter anderem zur schleichenden Entwertung von Guthaben führen könne. Der Zuwachs der Summe aus täglich fälligen Einlagen und Spareinlagen lag bei über 10 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss betrug nach Steuer 765.000 Euro. Diese Summe übertrifft den des Vorjahres, so dass erneut sechs Prozent Dividende gezahlt werden.

Seit Beginn der Finanzmarktkrise vor fünf Jahren rücke das Wort "Sicherheit" immer mehr in den Vordergrund. "Menschen suchen eine Finanzdienstleister, dem man vertrauen kann, der Verantwortung übernimmt und der Werte schafft", betonen Dellwing und Jochem unisono. Das genossenschaftliche Geschäftsmodell sei seit mehr als 125 Jahren Tradition und Verpflichtung zugleich.

Dass das Modell gut funktioniere, zeige die auf 10.441 gestiegene Mitgliederzahl, die die Bank als "größte Personenvereinigung im Kreis Trier-Saarburg" auszeichnet. Die Voba bestehe aus Mitgliedern und Mitarbeitern aus der Region. Sie trage laut Dellwing dazu bei, die Kaufkraft in der Region zu steigern. So zahlte die Bank 2012 eine Million Euro Steuern, 3,46 Millionen Euro Netto-Gehälter und 353.900 Euro Dividende (6 Prozent). Darüber hinaus hat sie sich Förderung von regionalen Vereinen und Institutionen auf die Fahne geschrieben. Von gesamt 106.000 Euro flossen etwa 40.000 Euro an Vereine, 21.000 Euro kamen der Brauchtum-Pflege zugute, 11.500 Euro flossen in Bildung, 40.000 in Sport, 10 000 Euro in Musik und Kultur, 7.000 Euro in Sozialprojekte und Gesundheit sowie 9.000 Euro in Senioren- und Jugendpflege. Die gesunkenen Personalkosten von mehr als einer halbe Million binnen eines Jahres erklärte Dellwing mit Altersteilzeit. Er betonte ausdrücklich, dass kein Personalabbau betrieben werde.

 

FIS/Foto: Fischer

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