Erwin Berg sieht SG Rascheid klar im Fan-Vorteil

Niedermennig.  Ein unglaubliches Nervenspiel lieferte der SV Krettnach einmal mehr am Samstag gegen die SG Wiesbaum ab: Bereits in der vergangenen Saison war man durch einen späten Treffer in der Liga geblieben, in der Vorwoche machte Patrick Dres in der Nachspielzeit von Föhren das 1:0 ? und diesmal erlöste David Wieber die Fans im Tälchen fast in allerletzter Sekunde, womit man nun gegen die punktgleiche SG Rascheid in einem Entscheidungsmatch um den Klassenverbleib antritt.

"Sven Bader, der wegen seines Hüftschadens eigentlich überhaupt kein Fußball mehr spielen darf, hat mit einem Solo über 40 Meter die Vorlage gegeben ? auf einen David Wieber, der sich wiederum mit massiven Knieproblemen herumschlägt", berichtet Trainer Erwin Berg. Beide Akteure wechselte er wegen ihrer Verletzungen auch erst 20 Minuten vor Schluss ein, was wiederum einige Zuschauer nicht verstehen konnten. "Da gibt es Nörgler, die fordern, diese beiden Jungs viel länger spielen zu lassen. Darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Sven und David  beißen doch auf die Zähne und nehmen Schmerztabletten, um überhaupt mitwirken zu können", kritisiert Berg einen Teil des Anhangs.

Zwei Mal Rot für Krettnach

Der knappe Erfolg über das Schlusslicht aus der Vulkaneifel war umso bemerkenswerter, als dass Benny Becker (wegen einer angeblichen Schiedsrichterbeleidigung, 45.) und Patrick Dres (grobes Foulspiel, 71.) von Schiedsrichter Marc Schiry aus Gornhausen jeweils mit Rot vom Platz geschickt worden waren ? für Erwin Berg allzu harte, ja sogar unverständliche Entscheidungen. "Dass sie nun auch gegen Rascheid fehlen, wiegt natürlich schwer. Andererseits haben wir auch ohne die beiden das Siegtor gegen Wiesbaum erzielt", sagt der Krettnacher Coach, für den der späte Treffer weniger mit Glück, sondern vielmehr mit einer riesengroßen Moral seiner Schützlinge zusammen hängt.

"50:50-Spiel"

Das Duell mit Rascheid, gegen die man in der Liga zu Hause mit 3:1 gewann und auswärts mit 1:4 verlor, bezeichnet Berg als "50:50-Spiel". Obwohl es auf einem (am Montag Abend genauso wie der Zeitpunkt noch nicht festgelegten) neutralen Platz stattfindet, sieht der SVK-Trainer die Hochwälder im Vorteil: "Sie werden wohl mehr Anhänger mobilisieren als wir ? und deren Fans pushen ihre Mannschaft auch wirklich nach vorne?" Mehr Begeisterungsfähigkeit und eine weniger kritische Haltung wünscht sich Berg auch von den Krettnacher Sympathisanten, weil "sich so was auch positiv auf die Psyche meiner Spieler auswirkt".    AA

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