ISB Förderzusage für die Konzer-Doktor-Wohnbrücke

Vertragsunterzeichnung mit EB-Bau für Bauprojekt

VG Konz. Der 1. Oktober, der bundesweite Tag der Bürgerstiftungen, war ein wichtiger Tag für die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung. Mit der offiziellen Übergabe der Förderzusage der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und der gleichzeitigen Unterzeichnung des Generalübernehmervertrages mit dem Generalunternehmen EB-Bau geht das Wohnprojekt der Konzer-Doktor-Wohnbrücke von der Planung in die Realisierung über.

Auf rund 900 Quadratmetern Wohnfläche werden in absehbarer Zeit zwölf barrierefreie Wohneinheiten - verteilt auf drei Etagen - in der Saarstraße in Konz gebaut. Auf dem von der Stadt Konz zugestifteten Grundstück entstehen dann sechs Zwei-Raum-Wohnungen für ältere Menschen sowie je drei Drei-Raum- und Vier-Raum-Wohnungen für junge Familien. Die Etagen werden über einen Fahrstuhl erschlossen und sämtliche Wohnungen verfügen über einen Balkon. Konzeption und Größe der Wohneinheiten entsprechen den Förderkriterien des Finanzministeriums Rheinland-Pfalz im Hinblick auf die soziale Wohnraumförderung.

Finanzierung über Stiftungsvermögen und Darlehen

Die Stiftung setzt zur Finanzierung dieses ambitionierten Projekts ihr Stiftungsvermögen von circa 500.000 Euro ein. Von der ISB erhält die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung ein Darlehen von über 1,6 Millionen Euro, von denen mehr als 400.000 Euro über einen Tilgungszuschuss zurückgezahlt werden. Die so geförderten Wohnungen dürfen 25 Jahre lang zweckgebunden nur an Haushalte mit niedrigen Einkommen vermietet werden, unterstrich Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB, anlässlich der Übergabe des Förderbescheides.

"Sozialen Wohnungsbau nachhaltig gestalten"

In Anwesenheit von Vertretern des rheinland-pfälzischen Landtages, der Stadt Konz und der Stiftung freute sich auch Bürgermeister Joachim Weber über diesen wichtigen Schritt. "Mit der Konzer-Doktor-Wohnbrücke gestalten wir den sozialen Wohnungsbau in Konz nachhaltig und schaffen langfristig bezahlbare Wohnungen. Durch unsere zweckbestimmte Zustiftung des städtischen Grundstücks und dank des Engagements der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung wird nun ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Sozialwohnungen für sozial Benachteiligte gebaut."

Großer Vertrauensbeweis in die Arbeit der Stiftung

Hartmut Schwiering, der Vorsitzende der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung, nahm den Förderbescheid von Ulrich Dexheimer entgegen und zeigt sich dankbar, dass dieses Projekt im zehnten Jahr des Bestehens der Stiftung möglich wird. Es sei ein großer Vertrauensbeweis in die Arbeit der Stiftung, das Grundstück in der Saarstraße 26 als Zustiftung von der Stadt erhalten zu haben. "Unsere Konzer-Doktor-Bürgerstiftung hat sich vor zehn Jahren aufgemacht, um die Schwächeren in unserer Gesellschaft stärker zu machen. Angefangen mit den Lese-Lern-Paten, die in den Schulen Kinder mit Förderbedarf stärker machen, über das soziale Engagement von Schülern für alte Menschen im Seniorenhaus 'Zur Buche', schließt sich nun der Kreis. Indem wir unser Stiftungskapital in die Konzer-Doktor-Wohnbrücke einbringen, schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit geringerem Einkommen: so bewirkt die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung mit ihren Projekten ein Stück mehr soziale Gerechtigkeit", betonte Schwiering.

Übernehmervertrag unterzeichnet

Im Anschluss an die Übergabe der Förderzusage durch die ISB wurde auch der Generalübernehmervertrag zum Bau der Konzer-Doktor-Wohnbrücke unterzeichnet. Mit der Firma EB-Bau und seinem Inhaber Emrah Bayindir, selbst Firmenstifter, kümmert sich ein regionales Generalunternehmen um den Bau der Konzer-Doktor-Wohnbrücke, das über Erfahrung im Geschosswohnungsbau verfügt und bereits mehrere Gebäude nach den Förderkriterien der ISB errichtet hat.

Startschuss soll noch diesen Monat fallen

In sechs Monaten Beratungen wurde eine baurechtlich genehmigte Planung erarbeitet und ein umfangreicher Generalübernehmervertrag im Detail zwischen den Vertretern der Stiftung, Werner Dellwing, Werner Nägler und Hartmut Schwiering, verhandelt. Schlussendlich hat der Stiftungsvorstand mit Billigung des Stiftungsrates das Vertragswerk einstimmig beschlossen. Der Start der Baumaßnahme soll nach Möglichkeit noch in diesem Monat erfolgen. Dann rechnen die Verantwortlichen ohne witterungsbedingte Verzögerungen mit einer Bauzeit von circa 18 Monaten.

RED

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.