SV Konz demontiert SV Morbach und siegt mit 5:1

Konz. Im Morbacher Lager hatten sie schon gedacht, dass der voran gegangene 2:0-Sieg bei der SG Neitersen die Wende zum Guten war – und sie wurden schwer enttäuscht: Sonntag setzte es im Fußball-Rheinlandliga-Heimspiel gegen den SV Konz eine herbe 1:5-Schlappe für das Team von Interimstrainer Kai Hammes, das auf den drittletzten Rang zurück gefallen ist. Wann die Hunsrücker endlich einen neuen Coach als Nachfolger des Ende August zurück getretenen Rainer Nalbach präsentieren können, ist weiterhin offen. „Wir befinden uns in Gesprächen, lassen uns aber bewusst Zeit, um alles abzuwägen. Es wird keinen Schnellschuss geben. Bewerbungen und Kontakte hatten wir schon einige, daran liegt es nicht“, lässt Jörg Wahlen, der sportliche Leiter des SVM, durchblicken.

Gegen Konz, das zuvor schon Oberligaabsteiger Betzdorf mit 3:0 in die Knie gezwungen hatte, verpennte Mobach den Start völlig. "So kann man nicht in ein Spiel hinein gehen", kritisierte Wahlen die Einstellung der Mannschaft gerade zu Beginn. Während sich die Gäste vom Saar-Mosel-Eck "brutal effektiv" (Wahlen) zeigten und bereits nach 20 Minuten durch Jason Thayaparan (zwölfte Minute), Daniel Bobinets (19., Foulelfmeter) und Stefan Becker (21.) mit 3:0 führten, konnte Morbach zwar das Spiel über weite Strecken ausgeglichen gestalten, verbuchte aber nur durch den von Florian Knöppel heraus geholten und von Jan Weber verwandelten Foulelfmeter (38.) Zählbares. "Morbach hat in der zweiten Hälfte brutalen Druck gemacht. Da mussten wir höllisch aufpassen", berichtet der Konzer Trainer Alex Stieg (Foto).

Gelb-Rot bereitet Morbach endgültigen Garaus

Seinem Team spielte die gelb-rote Karte gegen Dennis Kaucher (70., wiederholtes Foulspiel) in die Karten. Danach bekam der SVK das Geschehen wieder besser in den Griff und legte durch Steffen Hausen (84.) sowie Peter Maasem (86.) nach. Abgeklärtheit und Cleverness attestierte Stieg seinem Team. "Außerdem können wir ja auch ein bisschen Fußball spielen", meint der Konzer Übungsleiter mit einem Augenzwinkern. Insgesamt sieht er sein Team weiter als im vergangenen Jahr - und hofft nun am Sonntag, ab 15 Uhr, auf den nächsten Dreier. Beim Achten im Saar-Mosel-Stadion ist dann der Vorletzte SG Mendig/Bell zu Gast. "Ich messe sie nicht am Tabellenplatz", stellt Stieg klar. Bereits am Samstag, ab 17 Uhr, steht für Morbach das Derby bei der SG Badem auf dem Programm. AA

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Guter Wein, schlechte Manieren

Cochem. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen Urkundenfälschung der Prozess gemacht. Der Mann soll über einen polnischen Führerschein verfügt haben, ihm soll jedoch die Fahrerlaubnis am 11. Oktober 2018 entzogen worden sein. Er soll dennoch, unter anderem am 27. April 2021, mit seinem Pkw unterwegs gewesen sein. Dabei soll der Angeklagte an beiden Nummernschildern des Autos zuvor an die Stelle des amtlichen Siegels zwei runde Aufkleber mit der Aufschrift »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« geklebt haben, um im Straßenverkehr eine amtliche Zulassung vorzutäuschen und den fehlenden Versicherungsschutz zu verschleiern. Tatsächlich soll der Pkw, so die Anklageschrift, aber schon im Januar 2020 abgemeldet worden sein. Die Aufkleber »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« werden auf Weinflaschen angebracht, die bei einer Qualitätsprüfung besonders gut abgeschnitten haben. Woher der Angeklagte den Aufkleber hat oder ob er ihn eventuell von einer Flasche abgetrennt hat, geht aus der Mitteilung des Amtsgerichtes Cochem nicht hervor. Für den Prozess vor dem Amtsgericht kann sich der Angeklagte den Satz des antiken, griechischen Lyrikers Alkaios von Lesbos zu Herzen nehmen: »In vino veritas«, was auf Deutsch heißt: »Im Wein liegt die Wahrheit.« Strafrechtlich droht dem Mann laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Bericht folgt. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen…

weiterlesen