Viel Verbindendes beim Lebenshilfe-Hallenturnier

Handicap-Fußballer und Flüchtlinge mit Feuereifer dabei

Konz. Inklusion und Integration: Die 21. Auflage des Hallenfußballturniers zu Gunsten der Lebenshilfe-Kreisvereinigung Trier-Saarburg startete am Freitag mit wertvollen Begegnungen, die mehr als nur sportlichen Charakter besaßen.

 

Kurz vor Schluss der finalen Partie zwischen dem Konzer Lebenshilfe-Team und den Luxemburgern aus Betzdorf brandete großer Jubel auf der Tribüne der Saar-Mosel-Halle auf: Gerade war dem Konzer Markus Bier ein sehenswerter Treffer mit der Hacke gelungen. Er strahlte über das ganze Gesicht und freute sich über die lang anhaltenden Ovationen. Schlicht und einfach "super" fand der Torschütze die Atmosphäre und seine persönlichen Erfolg. "Er ist unser Knipser. So was macht er öfters", gab Co-Trainer Carsten Haas mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Dass das von ihm und Coach Sebastian Rothe trainierte Team im Inklusionsturnier, in dem Mannschaft mit behinderten und nichtbehinderten Fußballern antraten, "nur" Zweiter wurde, konnte Haas verschmerzen. Erster wurde mit hauchdünnem Vorsprung das Team "Zoar" aus Kaiserslautern. Platz drei hinter Konz belegte der Schönfelderhof, Vierter: Das Haus auf dem Wehrborn, Fünfter: Die Luxemburger aus Betzdorf.

Lob von allen Seiten

Die Inklusionsteams spielten am Freitag Vormittag im Wechsel mit F-Junioren-Mannschaften. Für Michael Herrmann und Bernd Marx, erster und zweiter Vorsitzender des im Sommer neu gegründeten Fördervereins "Mach mit - Fußballer helfen", der das Turnier mit dem Vorstand und dem Schiedsrichterausschuss des Fußballkreises Trier-Saarburg organisiert, war es "erneut ein sehr gelungenes Beispiel, welche Kraft der Fußball hat". Ähnlich äußerten sich auch Kreisbeigeordnete Stephanie Nickels, der Inklusionsbeauftragte des Fußballverbandes, Bernd Münchgesang, Sportkreis-Vorsitzender Felix Jäger, Lebenshilfe-Vorstand Michael Gölzer und der Konzer Bürgermeister Karl-Heinz Frieden. Verbindendes gab es auch im Anschluss an das Inklusionsturnier. Die von Wolfgang Schwarz und Walter Baer vom SV Konz betreute Flüchtlings-Mannschaft traf auf eine Promi-Mannschaft. Die klare Niederlage konnten Ehsan aus Syrien, Yannick aus Zentralafrika, Howard aus Eritrea und Co. verschmerzen.

Drei Tage volles Programm

Großen Spaß habe es gemacht, versicherten sie. "Wir trainieren immer draußen. Für die Jungs war die Halle ungewohnt. Trotzdem waren sie mit Feiereifer bei der Sache", berichtete Wolfgang Schwarz. Insgesamt 80 Mannschaften gehen beim Lebenshilfe-Turnier bis Sonntag an den Start. Samstag, 9. Januar, treten ab 10 Uhr zunächst die Bambini an. Im weiteren Verlauf des Tages kommt es ab 17 Uhr zum Seniorenturnier mit Mannschaften aus der Kreisliga. Sonntag, ab 9.30 Uhr spielen die D-Junioren. Ab 14 Uhr folgt das Hauptturnier mit einem Dutzend Teams, darunter auch eine Vertretung von Regionalligist Eintracht Trier und Oberligist SV Mehring und den beiden Lokalmatadoren SV Konz und SV Krettnach.AA

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