Mordversuch in Osburg: Anklage gegen 55-Jährigen erhoben

Osburg. Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage gegen einen 55-Jährigen aus Osburg wegen versuchten Mordes und unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe erhoben. Der Mann soll am 12. August 2017 auf das durch einen Rollladen geschlossene Fenster eines Wohnhauses in der Bergstraße in Osburg geschossen haben (wir berichteten). Der Schuss galt laut Ermittlern dem Bewohner des Hauses.

Der Mann soll aus kurzer Distanz eine Patrone mit einer abgesägten Schrotflinte auf den geschlossenen Rollladen des Fensters im Erdgeschoss abgeschossen haben. Die Schrotkugeln durchschlugen sowohl den Rollladen als auch die Fensterscheibe und drangen in die gegenüberliegende Wand ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um einen gezielten Schuss handelte, der dem zur Tatzeit 35-jährigen Bewohner des Hauses galt. Dieser schlief zum Tatzeitpunkt auf der unter dem Fenster stehenden Couch. Es ist nur einem Zufall zu verdanken, dass der Mann nicht verletzt oder getötet wurde. 

Zum Besitz der Schusswaffe war der 55-Jährige nicht berechtigt. Der Angeschuldigte ist ein Bekannter des Opfers und lebte in dessen Nachbarschaft. Das Motiv für die Tat dürfte laut Ermittlungen in privaten Streitigkeiten zwischen den beiden Männern liegen, in denen es unter anderem um einen geliehenen Geldbetrag gegangen sein soll.  

Der 55-Jährige  hat bestritten, die Tat begangen zu haben. Er befindet sich seit seiner Festnahme am 12. März 2019 in Untersuchungshaft. Das Landgericht hat nunmehr über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden.

RED

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