Corona-Fieberambulanz geht in Saarburg an den Start

Kreiskrankenhaus setzt Konzept in Rekordzeit um

VG Saarburg. Ab heute Nachmittag (19. März) wird in Räumen der psychiatrischen Tagesklinik des Kreiskran­kenhauses Saarburg eine Fieberambulanz ihren Betrieb aufnehmen. Künftig können dort von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr nach Vorlage eines Überweisungs­scheins ärztliche Kontrollen und falls notwendig Abstriche vorgenommen werden.

Ziel der zusätzlichen Fieberambulanz ist in erster Linie die medizinische Ab­klärung von Verdachtsfällen. Jedoch dient sie auch der Entlastung der Hausärzte, der Zentralen Notaufnahme des Kreiskrankenhauses sowie anderen Stellen, um die Funktionsfähigkeit des medizinischen Dienstes insgesamt aufrecht zu erhalten. Da­her bitten die Verantwortlichen eindringlich darum, die nachfolgenden Regelungen einzuhalten und von einem "spontanen" Besuch der Fieberambulanz abzusehen. 

Nutzung nur bei Vorlage eines Überweisungsscheins

Um den geregelten Ablauf sicher zu stellen, wird die Zufahrt als Einbahnstraße ein­gerichtet. Ordnungsamt und Polizei sind vor Ort. Personen, bei denen keine Überweisung vorliegt und keine Notwendigkeit einer Prüfung besteht, werden abgewiesen, um die wirklich notwendigen Untersuchungen und Testungen möglich zu machen.  

Schnelle Umsetzung

Das Kreiskrankenhaus Saarburg ist vor zwei Tagen vom Landkreis aufgefordert wor­den, die Einrichtung einer Fieberambulanz zu prüfen und wenn möglich zeitnah um­zusetzen. Innerhalb eines Tages wurde von den Verantwortlichen im Hause - Ruwen Zell, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme; Beate Zastrau, Tagesklinik für Psy­chiatrie und Psychotherapie, der Hygienefachkraft Eugen Rasum sowie dem Direkto­rium des Kreiskrankenhauses - ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Dank der schnellen Unterstützung durch Bürgermeister Jürgen Dixius konnten Fragen der Verkehrsführung, des Einsatzes des Ordnungsamtes und andere organisatorische Fragen umgehend geklärt werden. Auch Landrat Günther Schartz und der Leiter des Gesundheitsamtes, Harald Michels sind in die Umsetzung eingebunden. 

Ablauf genau geregelt 

Nach Kontrolle des Personalausweises und Überweisungsscheines werden die Pati­enten über barrierefreie Zuwegung zu einer 1. Station geleitet, wo eine Befragung durch einen Arzt laut Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes erfolgt (Patientenkategorien/Risikogebiet/Symptomatik) und die Personalien aufgenommen werden. An einer 2. Station wird dann die Abstrichentnahme mit Testung auf COVID-19 vorgenommen. 

"Wir sind sehr gut auf diese Situation vorbereitet"

Den Anweisungen des Personals ist unbedingt Folge zu leisten. Die getesteten oder abgewiesenen Personen sollen unverzüglich den Weg nach Hause bzw. sich mit dem Hausarzt in Kontakt setzen. Gegebenenfalls wird eine häusliche Quarantäne empfohlen bzw. angeordnet. Das Kreiskrankenhaus kann, sofern medizinisch indiziert, Patienten auch sofort stationär versorgen. "Wir sind sehr gut auf diese Situation vorbereitet, und halten entsprechende Intensiv- und Isolierkapazitäten vor", so Verwaltungsdirektor Matthias Gehlen.

RED

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