Neue Ausstellung im Amüseum Saarburg

Saarburg. In seiner neuen Kunstausstellung präsentiert das Amüseum am Wasserfall in Saarburg vom 1. Juli bis 13. September einen Querschnitt des Schaffens des Saarburger Künstlers Josef Kochems.

Unter dem Titel „Ein Leben für die Kunst“ werden circa 25 Werke des 1923 in Saarburg geborenen Malers gezeigt, die bisher noch nicht in Ausstellungen hervorgetreten sind. Dargestellt wird sein künstlerisches Lebenswerk, das neben den bekannten Stadtansichten von Saarburg Stillleben, Portraits und Selbstbildnisse aufweist. Besonders ist, dass einige seiner frühen Arbeiten in der Ausstellung zu sehen sind.

Im Fokus der Ausstellung steht die erste künstlerische Entwicklungsphase, in der Kochems stark unter dem Einfluss des Expressionismus und der kubistischen Formenwelt eines Picasso oder Braque stand. In den frühen 70er Jahren hat er seine Leidenschaft zur Landschaftsmalerei entdeckt. In den 90er Jahren widmete sich der Maler besonders stark der Stilllebenmalerei. Neben Expressionismus, Kubismus und Pointillismus, sind auch viele Anregungen von Impressionisten in seinen Bildern zu entdecken. Sein eigener Stil führte die Objekte in expressionistischer, kubistischer oder pointillistischer Formensprache auf das Wesentliche zurück. So gelangen ihm in den Porträts und Selbstbildnissen, die auch in der Ausstellung zu sehen sind, eindrucksvolle und starke Charakterstudien.

„Josef Kochems war eine bekannte Persönlichkeit in Saarburg. Die Saarburgerinnen und Saarburger können viele Geschichten von dem Maler und seinen Bildern erzählen. Jeder hat dabei so seine eigene Erinnerung an ihn. Die Ausstellung möchte genau dieses vorgefasste Bild mit den Selbstbildnissen, Portraits und weiteren Unikaten erweitern“, sagt Bürgermeister Jürgen Dixius.

„Vor allen Dingen die Stadtansichten sind vielen Menschen im Gedächtnis geblieben. Doch sein künstlerisches Talent und seine kreative Schaffenskraft gingen weit darüber hinaus. Er war ein Akademiemaler und dies bringen viele seiner Arbeiten deutlich zum Ausdruck“, sagt Kunsthistorikerin Dr. Anette Barth, die sich schon während ihres Studiums intensiv mit den Werken von Kochems befasst hat.

Zum Künstler

„Malen bedeutet Empfindungen und Gefühle zu verarbeiten und darzustellen. Kunst bedeutet Transparentmachen des inneren Wesens, des Erlebens, des individuellen Denkens." Josef Kochems

  • 1923 in Saarburg geboren
  • 1939-1941 Lehre als Polsterer und Dekorateur und Erwerb des Gesellenbriefes
    1942-1945 Kriegsdienst
  • 1946-1948 Besuch der Werkkunstschule Trier als Schüler von Prof. Grewenig und Peter Krisam
  • 1948 muss er die Werkkunstschule aus finanziellen Gründen verlassen und arbeitet bis 1988 als Polsterer
    lebt sein Leben lang zusammen mit seiner Schwester Susanne und deren Familie in Saarburg am Wasserfall
  • seit 1955 Mitglied im Kunstverein Trier e.V.; Beteiligung an Ausstellungen im Städtischen Museum Simeonstift, in der Galerie Palais Walderdorff und Einzelausstellungen in Saarburg
  • 2004 in Saarburg gestorben

Öffnungszeiten

Montag - Freitag und Sonntag/Feiertag, Samstag geschlossen

11 - 16 Uhr

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