Neuer Saartal-Trainer hat keine Lust auf Hullibulli - UPDATE

Was der Peter-Schuh-Nachfolger vorhat

Schoden. Stefan Dawen folgt auf Peter Schuh bei der SG Saartal Irsch. Nach dem desaströsen Start mit nur drei Punkten aus zehn Spielen in der Fußball-Rheinlandliga hatte der seit rund 18 Jahren amtierende Erfolgscoach, mit dem der Sprung von der Kreisliga C in die höchste Spielklasse des Fußballverbandes gelang, seinen Rücktritt erklärt.

„Freitag Mittag erhielt ich einen Anruf, ob ich es mir vorstellen könne, die SG zu übernehmen“, berichtet Dawen, der aus Irsch stammt, hier wohnt und von Ende 2012 bis Mitte 2014 den SV Konz trainiert hatte, ehe er nach dem geschafften Aufstieg in die Rheinlandliga aus familiären Gründen aufhörte. Familie und Beruf mit dem Engagement bei den Vereinigten aus Irsch, Schoden und Ockfen in Einklang zu bringen stellt für Dawen nun auch eine Herausforderung dar: „Nach einem langen  Gespräch mit meiner Frau  habe ich dann Freitag, um 22 Uhr, den SG-Verantwortlichen zugesagt, es zumindest übergangsweise zu machen.“

"Merkwürdige Stimmung"

Bereits tags darauf coachte er das Team des Tabellenschlusslichts im Heimspiel gegen die SG Malberg/Rosenheim. „Es war schon eine merkwürdige Stimmung. Mein Vorgänger war schließlich nicht irgendjemand hier, sondern hat wirklich Spuren hinterlassen“, so Dawen. Kevin, Sohn des zurück getretenen Peter Schuh fehlte aus privaten Gründen, so der neue SG-Trainer. Auf vier weitere Akteure musste er zudem verzichten (Benedikt Lui, Fabian Müller, Jonas Lauer und Timo Grafe). „Obwohl wir also einige Ausfälle zu beklagen hatten und uns durch individuelle Fehler im Spielaufbau  selbst ins Straucheln brachten, haben die Jungs gekämpft wie die Berserker“, lobt Dawen. Lukas Kramp hatte sein Team früh in Front gebracht (3. Minute): Kenny Scherrecks drehte den Spieß um (43./47.). Albert Kudrenko legte nach (55.), ehe Lukas Kramp kurz danach wieder verkürzte und zum 2:3 traf. Auch nach Gelb-Rot für Dominik Lorth (70.) war die gastgebende SG im Spiel – der eingewechselte Dominik Schramm scheiterte an der Latte. Wo er in erster Linie ansetzen will, ist für den neuen Saartal-Trainer klar: „Wir müssen vor allem kompakter stehen.“  36 kassierte Treffer in elf Partien sprechen eine deutliche Sprache…

Dawen braucht einen "Co"

Auf die Dienste des bisherigen „Co“ Tobias Hein muss er verzichten. Einen Assistenten hält Dawen aber für unabdingbar –  vor allem, was das Einstudieren von taktischen Spielformen angeht. Der Trainer-B-Schein-Inhaber betont: „Wir haben überhaupt nichts mehr zu verlieren.“ Die Lage im tiefen Tabellenkeller sei schwierig, gleichwohl stellt Dawen klar: „Wir wollen nochmal alles versuchen und haben nichts herzuschenken. Wenn wir das vor hätten, würden wir uns nur noch ein Mal die Woche treffen und ein bisschen Hullibulli spielen…“

UPDATE: Stellungnahme des SG-Saartal-Vorstandes

 

Am Freitag, 30.09.2016, legte Trainer Peter Schuh sein Amt mit sofortiger Wirkung bei der SG Saartal nieder. Peter Schuh verlässt den Rheinlandligisten auf eigenen Wunsch. Er wird natürlich eine große Lücke im Verein hinterlassen. 1999 hatte Peter Schuh die Mannschaft übernommen und führte diese von der Kreisliga bis in die Rheinlandliga. Wir wünschen Peter Schuh privat und sportlich alles Gute für seine Zukunft und bedanken uns für seine sehr lange und erfolgreiche Tätigkeit bei der SG Saartal.Bis auf weiteres wird Stefan Dawen als Interimstrainer die Mannschaft betreuen. Wir freuen uns, dass Stefan Dawen sehr kurzfristig für das Amt zur Verfügung stand. Wir wollen bei der Suche nach einem Nachfolger keine überstürzten Entscheidungen treffen. Aber wir sind optimistisch, dass wir wieder einen Trainer finden werden, der zu unserem Verein passt.

 

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Verkauft: Modehaus Küster bekommt neuen Eigentümer

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