SG Saartal: Euphorie schlägt sich in barer Münze nieder

Schoden. Während Peter Schuh die Mannschaft des Fußball-Rheinlandligaaufsteigers SG Schoden/Ockfen/Irsch derzeit fit für die neue Saison macht, laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Auch SG-Vorsitzender Helmut Kirchen verspürt nach dem souverän geschafften Bezirksliga-Meistertitel und vielen mitreißenden Spielen eine "riesengroße Euphorie". Die gut 400 Zuschauer, die trotz brütend heißer Temperaturen am vergangenen Mittwoch zum Test gegen die Trierer Eintracht (Endstand: 2:9) gekommen waren, wollten sicher nicht nur den Schodener im SVE-Dress, Christoph Anton, und den Regionalligisten generell sehen, sondern sich auch ein Bild über den neuen Rheinlandligisten machen. Insgesamt acht Neuzugänge zog die Saartal-SG an Land. Der bisherige Tawerner A-Liga-Goalgetter Florian Henn bewies selbst gegen die Trierer seinen Torinstinkt und traf genauso wie Dominik Lorth ins Schwarze.

 

 

"In der vergangenen Saison hatten wir rund 350 Zuschauer im Schnitt. Ich denke, diese Zahl werden wir auch dank einiger Derbys weiter nach oben schrauben", ist SG-Boss Kirchen überzeugt. Messbar sei die Euphorie auch an den Beitritten zum 100er Club: Nach Angaben von Kirchen ist die Zahl binnen weniger Wochen von 50 auf 130 gestiegen. Männliche Mitglieder entrichten im Voraus 100 Euro, Frauen 60 Euro - und erhalten dafür eine ganze Saison lang freien Eintritt zu Spielen der ersten und zweiten Mannschaft. Auch viele neue Bandenwerbepartner unterstützen die Spielgemeinschaft künftig. "In unserem SG-Förderverein hat sich personell einiges getan. Dieser frische Wind bringt jetzt schon durchschlagenden Erfolg", freut sich Kirchen über eine stark verbesserte Akquise von Geldgebern.

Freude über Konzer Klassenverbleib

Dass es erst am letzten Hinrundenspieltag und noch dazu auswärts zum mit großer Spannung erwarteten Nachbarschaftsduell gegen den SV Konz ("Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen und haben uns wirklich mit ihnen gefreut, dass sie den Klassenverbleib geschafft haben", so Kirchen) kommt, können sie im Lager der Vereinigten von der unteren Saar noch verschmerzen. Ansonsten ist man aber mit den Spielplan-Machern nicht gerade zufrieden. Als "Unding" stuft es der SG-Vorsitzende ein, dass man an einem Mittwochsspieltag (26. August) ins rund 215 Kilometer entfernte Betzdorf reisen müsse. "Wir haben zahlreiche Studenten und Leute, die auswärts arbeiten. Momentan sehe ich keine Chance, dass wir mit einer halbwegs schlagkräftigen Truppe dorthin fahren können. Schließlich müssten wir ja schon am frühen Nachmittag dorthin aufbrechen", sagt Kirchen.

Kirchen sieht die Klubs aus der Region benachteiligt

Bei der Rheinlandliga-Tagung am vergangenen Mittwoch sei Rheinlandliga-Spielleiter Bernd Schneider zu keinem Kompromiss bereit gewesen. Sauer stößt der SG auch auf, kommendes Jahr an Pfingsten kein Heimspiel zu haben - immerhin findet in Irsch dann das traditionelle Sportfest statt. "Ein Tausch des Heimrechts wurde kategorisch abgelehnt", berichtet Kirchen. Nach seinem Empfinden sei bei der Tagung in Koblenz einmal mehr deutlich geworden, dass "die Klubs aus dem Koblenzer Raum eine ganz andere Lobby beim Verband haben als wir hier in der Eifel-Saar-Mosel-Region..."

 

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