Gelingt Leiwen-Köwerich nach neun Jahren der Wiederaufstieg?

Freischmidt-Elf grüßt zur Winterpause von ganz oben

Leiwen. Satte 40 Punkte stehen beim SV Leiwen-Köwerich zur Winterpause zu Buche. Damit führt das Team von Trainer Helmut Freischmidt das Klassement der Fußball-Bezirksliga an – und das sogar mit sechs Zählern Vorsprung auf den zweitplatzierten SV Eintracht 66 Dörbach.

 

Die Chancen stehen nicht schlecht auf eine Rückkehr in die höchste Spielklasse des Fußballverbandes des Fußballverbandes Rheinland, der man zuletzt in der Saison 2006/07 angehört hatte. Viele mittelmäßige Jahre in der Bezirksliga liegen hinter dem Klub, einige Male musste der SVLK gar um den Klassenverbleib zittern und drohte von der überregionalen Fußball-Landkarte zu verschwinden. "Ich bin auf die Entwicklung der Jungs wirklich stolz. Viele haben einen richtigen Reifeprozess durchlaufen und sind inzwischen Leistungsträger", betont Helmut Freischmidt, der in der dritten Saison die erste Mannschaft aus Leiwen und Köwerich trainiert, nachdem er vorher schon für die A-Junioren zuständig war. Seien es die Schmitt-Brüder Heiko und Christian, sei es Marco Unnerstall, sei es Pascal Lex - gerade sie haben sich nach Ansicht ihres Coachs Schritt für Schritt weiter entwickelt.

Lob für den gesamten Kader

Schmälern will er damit aber auch nicht den Erfolgsanteil der anderen: "Alle ziehen sehr gut mit, die Einstellung stimmt. In jedem Training geben die Jungs Gas." Trotz des komfortablen Vorsprungs sieht Freischmidt aber keinerlei Grund, konkret vom Aufstieg zu reden: "Uns stehen noch 13 ganz schwierige Spiele bevor. Gerade die beiden ersten nach der Winterpause Ende Februar beim Zweiten in Dörbach und danach gegen Ellscheid haben es in sich..." Spielerisch könne sein Team noch eine Schippe drauf legen, sagt Freischmidt und gibt sich mit den bislang gezeigten Leistungen noch nicht vollumfänglich zufrieden. Immerhin: Mit 40 erzielten Treffern stellt der SVLK den besten Angriff (Top-Goalgetter: Marco Unnerstall mit zehn und Daniel Alsina-Fonts mit neun Treffern) und mit zwölf Gegentoren neben Dörbach die sicherste Defensive. Dass der Kader im neuen Jahr aufgrund der nach Verletzungen zurück kehrenden Michael Scholtes, Sven Eckes und Walid Hammou sowie einem Offensivmann, den man laut Freischmidt im Visier hat, potenziell anwächst, kann aus Sicht des Trainers nur gut sein: "Konkurrenzkampf ist wichtig. Außerdem brauchen wir jeden."

Beispiel Christopher Monzel

Wie schnell ein Akteur aus der vermeintlichen zweiten Reihe wieder in den Blickpunkt rücken kann, wurde in den beiden letzten Spielen vor der Winterpause am Beispiel von Christopher Monzel deutlich. Sowohl beim 3:1 in Föhren, wie auch beim abschließenden 4:2 über die SG Wallenborn stand er nach zuvor vielen Ein- und Auswechslungen oder gar keinerlei Berücksichtigung über jeweils 90 Minuten seinen Mann. Auch dem bereits im Sommer aus der eigenen A-Jugend aufgerückten Ruben Koech und dem Mitte kommenden Jahres fest dazu stoßenden Talent Lukas Jakobi traut Freischmidt noch einiges zu. Am 24. Januar bittet er zum ersten Training der Wintervorbereitung. Davor stehen die Hallenturniere in Hermeskeil (19./20./27. Dezember), Konz (10. Januar), der vom SVLK ausgerichtete Veltins-Cup in Schweich (15.-17. Januar) und eine Woche später das Turnier in Osburg auf dem Programm. AA

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