Lena Endesfelder aus Mehring ist Deutsche Weinkönigin

23-Jährige macht nach spannendem Finale das Rennen

Mehring. Riesengroßer Jubel in Mehring: Lena Endesfelder ist am Freitag Abend in der Mainzer Rheingoldhalle zur 68. Deutschen Weinkönigin gewählt worden. Die 23-Jährige Winzerin aus der Mittelmosel-Gemeinde setzte sich gegen ihre fünf Mitbewerberinnen durch und tritt somit die Nachfolge von Josefine Schlumberger aus dem Weinanbaugebiet Baden an.

 

"Ich bin einfach überwältigt, dass ich es wirklich geschafft habe. Sonst sieht man so etwas immer im Fernsehen - und jetzt bin ich selbst da. Einfach fantastisch", strahlte Endesfelder, die sich als 2015/16er Moselweinkönigin zunächst für den Vorentscheid am vergangenen Samstag und dann für die Finalrunde qualifiziert hatte. Besonders dankte sie den zahlreich mitgereisten Anhängern, die sie auch während der live im SWR-Fernsehen übertragenen Sendung immer wieder lautstark unterstützt hatten: "Sie waren ganz wichtig. Egal, wie es hier ausgeht - ich wusste, dass sie hinter mir stehen." Ein Jahr lang wird Lena Endesfelder nun weltweit bei zahlreichen Veranstaltungen für den deutschen Wein werben und auch ihren Heimatort und dessen Rebensäfte noch bekannter machen.

Prinzessinnen aus Franken und Württemberg

Dabei wird sie von den beiden Deutschen Weinprinzessinnen Christina Schneider aus Sommerach (22, Franken) und Mara Walz aus Vaihingen/Enz (26, Württemberg) unterstützt.

Die neue Deutsche Weinkönigin wuchs in einer Mehringer Winzerfamilie auf und führt den Familienbetrieb zusammen mit Mutter und Schwester in dritter Generation. Sie hat im vergangenen Jahr den Bachelor of Science Weinbau und Oenologie an der Hochschule Geisenheim erworben. Nach Margret Hoffranzen, später Willmes (1956/57), und Jutta Fassian (Fassian-Emmrich; 1987/88) ist Lena Endesfelder bereits die dritte Deutsche Weinkönigin aus Mehring. Zum zwölften Mal wurde seit 1949 eine deutsche Weinhoheit aus dem Weinanbaugebiet Mosel (seit 2006; davor: Mosel-Saar-Ruwer) gewählt.

Lena und ihre "Steillagen-Waden"

Im spannenden Finale bestach die 23-Jährige Endesfelder durch eine Selbstbeschreibung, in der auch ihre "muskulösen und dynamischen Steillagen-Waden" zur Sprache kamen. Da machte es dann auch nichts mehr aus, dass sie zuvor bei der Blind-Weinverkostung aus einem Weißburgunder einen Riesling machte. Dank ihrer präzisen und blumigen Beschreibung konnte sie aber auch hier ganz offenbar Pluspunkte unter den 70 Juroren mit Experten aus Weinwirtschaft, Politik und Medien sammeln.AA

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