SV Mehring: Samstag geht´s zum Spitzenreiter TuS Koblenz

Fußball-Oberliga: Meeth-Elf stimmt sich mit Pokalerfolg ein

Mehring. Der SV Mehring hat den Sprung in die Runde der letzten Acht im Bitburger-Rheinlandpokal geschafft: Am Mittwoch Abend setzte sich das Team von Trainer Frank Meeth beim Pokalschreck TuS Kirchberg knapp mit 3:2 durch - in der Runde zuvor hatte der Bezirksligist vom Hunsrück noch den Mehringer Ligakonkurrenten TuS Koblenz mit 2:1 aus dem Wettbewerb katapultiert. Just zu den Rhein-Mosel-Städtern führt den SVM die Reise am 13. Spieltag der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (Samstag, 14 Uhr, Stadion Oberwerth).

Das Pokalspiel: Es war der erwartet heiße Tanz, den der SVM auf dem Kirchberger Kunstrasen zu bestreiten hatte, schließlich hatten die Gastgeber in dieser Saison zuvor noch kein Pflichtspiel verloren. Der TuS ging in der zwölften Minute in Front; vorausgegangen war ein unglückliches Abspiel des sonst gewohnt guten Mehringer Schlussmanns Philipp Basquit. Anschließend nahm die Meeth-Elf das Heft in die Hand, verzeichnete deutlich mehr Ballbesitz als die Hausherren. Belohnt wurden die Bemühungen aber erst in der 66. Minute; Sebastian Schmitt war von der Strafraumgrenze aus erfolgreich. Doch nur vier Minuten später sahen sich die Blau-Weißen von der Mosel erneut im Hintertreffen, nachdem der TuS einen Konter verwertet hatte. Zwei Minuten später die Antwort: Wieder nahm Schmitt Maß - und lochte diesmal sogar aus 25 Metern ein. In der Schlussphase ging es hin und her. Das bessere Ende hatte der Oberligist für sich: In der 89. Minute setzte Domenik Kohl einen 30-Meter-Kracher genau in den Winkel des Kirchberger Tores. "Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten. Kirchberg war ein hoch motivierter Gegner. Unterm Strich sind wir froh, dass wir den Einzug ins Viertelfinale geschafft haben", atmete SVM-Coach Meeth erleichtert auf. Das Viertelfinale soll noch in diesem Jahr ausgetragen werden. Der Rahmenterminplan sieht dafür den Zeitraum vom 11. bis 13, November vor.

Die Lage vorm Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz:Das Duell am Samstag, ab 14 Uhr, auf dem altehrwürdigen Oberwerth, wo vor wenigen Jahren noch Zweitligafußball geboten wurde, ist für Frank Meeth und den SV Mehring kein Spiel wie jedes andere: Schließlich geht es gegen den Liga-Krösus, der zuletzt neun Mal in Serie gewonnen hat. "In der vergangenen Saison haben wir noch gegen die TuS-Reserve auf dem Nebenplatz gespielt und mussten 100 Meter bis zur Kabine gehen. Jetzt dürfen wir auf dem Hauptplatz ran. Für einen Verein wie den SV Mehring ist es eine tolle Sache, sich mit der TuS Koblenz zu messen", unterstreicht der Coach. Sein Team hat zwar keines der jüngsten acht Spiele gewonnen, scheint aber unverändert intakt zu sein: Auch gegen Borussia Neunkirchen startete man gut, ging in Führung, musste dann aber der hohen Qualität der Saarländer Tribut zollen und verlor noch mit 1:3. Auch die Koblenzer hat Frank Meeth intensiv studiert und lobt die Cleverness der Kicker vom Deutschen Eck: "Sie arbeiten unter Profibedingungen, haben eine enorme Fitness und verstehen es, auf Ergebnis zu spielen, indem sie gerade zu Hause ein frühes Tor erzielen wollen, sich dann etwas zurück ziehen, um später nochmal zuzuschlagen." Sechs Mal trat die TuS bislang zu Hause an - und fuhr dabei auch sechs Siege ein, garniert mit einem sagenhaften Torverhältnis von 17:2. Bange machen gilt aber nicht beim SVM; Meeth kündigt an, durchaus frech nach vorne spielen lassen zu wollen.

Der Gegner: Mitte des vergangenen Jahrzehnts knüpfte die TuS Koblenz an die großen Erfolge aus der Zeit kurz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg an, als man zum Besten zählte, was der Fußball-Südwesten zu bieten hatte und sogar bundesweit Schlagzeilen macht: 2006 gelang unter Milan Sasic der Zweitliga-Aufstieg. Dort hielt sich die TuS vier Jahre. Die Dritte Liga verließ man nach nur einem Jahr 2011 - aus wirtschaftlichen Gründen. Nach vier Saisons in der Regionalliga stieg der Traditionsklub Ende der vergangenen Spielzeit erstmals in der Vereinsgeschichte in die Fünftklassigkeit ab. Die Zusammenstellung des Kaders und der Verbleib des früheren Bundesligatrainers von Energie Cottbus, Petrik Sander, lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass die TuS direkt wieder rauf in die Regionalliga will. Zu Beginn der neuen Saison gab es noch Akklimatisierungsprobleme, wie das 1:1 in Wirges und das 0:3 am dritten Spieltag in Jägersburg belegen. Seit dem vierten Spieltag läuft der Motor aber auf Hochtouren. Nach dem 4:1 am vergangenen Sonntag beim SV Gonsenheim übernahmen die Schängel nun die Tabellenführung vom SC Hauenstein.

Personal: Andreas Hesslein verletzte sich im Spiel der zweiten Mannschaft am Sonntag gegen den FSV Trier-Tarforst (4:2) erneut. Eine MRT-Untersuchung soll in den nächsten Tagen nun darüber Aufschluss geben, wie schwer der Muskel im Oberschenkel in Mitleidenschaft gezogen wurde. Marc Mees (krank) und Marc Willems (Leiste) wirkten am Mittwoch im Pokalspiel nicht mit, sollten aber am Samstag wieder fit sein. Johannes Diederich klagte am Mittwoch in Kirchberg über Wadenprobleme; Trainer Meeth hofft aber, auch ihn in Koblenz aufbieten zu können. Aus der zweiten Reihe konnte sich zuletzt besonders Yannik Thömmes empfehlen. Sein Einsatz in Koblenz von Beginn an scheint nicht ausgeschlossen.

Bisherige Duelle: Vergleiche zwischen dem SV Mehring und der TuS Koblenz II gab es in den vergangenen Jahren immer wieder; nach dem Oberligaabstieg des SVM 2014 zuletzt in der zurückliegenden Saison. Hier gab es auf der Lay ein 1:0, in Koblenz gewann die TuS, die am Ende als Dritter einen Platz hinter Mehring landete, mit 2:1. Punktspiele gegen die TuS I gab es aus Mehringer Sicht bisher noch nicht.

Schiedsrichter: 23. Mann ist am Samstag Marcel Gasteier aus Weisel im Rhein-Lahn-Kreis. Der 26-Jährige ist bereits seit 2011 bis hinauf zur Regionalliga unterwegs und hat es bislang hier auf 41 Einsätze gebracht. Zuletzt pfiff er am vergangenen Samstag das Heimspiel des SV Waldhof Mannheim 07 gegen den TSV Steinbach (4:0). Seit 2014 assistiert Gasteier zudem in der Zweiten Bundesliga; zuletzt am 4. Oktober an der Seite von Christian Dingert beim Leipziger Vergleich mit dem 1. FC Nürnberg (3:2). An den beiden Außenlinien sind am Samstag in Koblenz Dirk Huster aus Kasdorf im Taunus und Dominik Sommer aus Bornich im Rhein-Lahn-Kreis aktiv.

Pressemitteilung SV Mehring

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