SV Mehring will gegen die Arminia endlich wieder gewinnen

Fußball-Oberligist wartet seit neun Spielen auf einen Dreier

Mehring. Heimspiel für den SV Mehring: Samstag, 24. Oktober, ab 16.30 Uhr (und nicht wie zunächst vorgesehen um 18 Uhr) empfängt das von Frank Meeth trainierte Team den FC Arminia 03 Ludwigshafen. Auf der Lay kommt es somit zum Vergleich des 15. und des Zehnten in der Tabelle der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Vor dem 14. Spieltag trennen den SVM und die Vorderpfälzer sechs Punkte.

Die Lage

Die knappe 2:3-Niederlage am vergangenen Samstag beim Spitzenreiter TuS Koblenz war aus Mehringer Sicht mit jeder Menge Lob garniert. Bis auf wenige Minuten vor und nach der Halbzeit legte die Meeth-Elf am Oberwerth in der Tat eine klasse Partie hin ­ - und schrammte nach einer spannenden Schlussphase an einem durchaus möglichen Punktgewinn vorbei. "Wir müssen es nun schaffen, über volle 90 Minuten eine maximale Leistung abzurufen. In der Oberliga werden kleine Schwächeperioden leider oft konsequent vom Gegner ausgenutzt", weiß Coach Meeth. Nach zuletzt neun Spielen ohne Dreier ist ihm klar, dass "von uns jetzt endlich wieder ein Sieg erwartet wird". Dem klaren Ziel will er mit seinem Team am Samstag Nachmittag Taten folgen lassen, schließlich "gewinnt man vom Reden kein Spiel...", so Meeth weiter. Mit dem schnellen und agilen Domenik Kohl in der Sturmspitze überraschte der SVM-Trainer in Koblenz und stellt in Aussicht, dass er auch im Duell mit der Arminia aus Ludwigshafen den etatmäßigen Defensivmann ganz vorne ran lässt. Die Ludwigshafener schätzt Meeth als "ausgebuffte Truppe, von der man vor der Saison wohl mehr erwartet hatte" ein. Je sechs Mal gewann und verlor die Arminia bis jetzt, erzielte ein Remis. "Die große Konstanz scheint ihnen bislang zu fehlen", so Meeth. Die SpVgg Burgbrohl feierte vor kurzem ein 3:0 gegen die Anilinstädter. "Deren Trainer Klaus Adams hat mir aber gesagt, es hätte auch 0:3 ausgehen können", berichtet der Mehringer Übungsleiter.

Personal

Marc Willems (Leiste), Marcel Selmane (musste in Koblenz bereits nach 18 Minuten wegen Rückenproblemen raus) und der zuletzt erkrankt fehlende Marc Mees sind aller Voraussicht nach wieder einsatzfähig. Andreas Hesslein muss indes weiter wegen muskulärer Beschwerden passen.

Der Gegner

Zuletzt siegte der FC Arminia 03 Ludwigshafen am vergangenen Freitag mit 3:2 gegen den SV Gonsenheim. Damit konnte man seine Position im Mittelfeld der Tabelle wieder etwas mehr festigen. Der 43-jährige Trainer Thomas Fichtner ist seit 2010 bei den Rheingönheimern im Amt, war früher aktiv für die Arminia und trug darüber hinaus das Dress für Waldhof Mannheim und die Zweitvertretung des 1. FC Kaiserslautern. Assistiert wird Fichtner übrigens von einem Ex-Profi: Stefan Malz verdiente einst sein Geld in der Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern, 1860 München und sogar beim Premier-League-Klub FC Arsenal London. Der Verein wurde 1903 als 1. FC Arminia Rheingönheim gegründet. Seit 1969 trägt man den Ortsnamen Ludwigshafen. 1966 wurde der Aufstieg in die damals drittklassige Amateurliga Südwest bejubelt. Mitte der Siebziger ging es bergab. 1988 war die Arminia in der Kreisliga angelangt. So richtig nach oben ging es erst wieder Anfang des vergangenen Jahrzehnts - 2005 spielte man nach drei Aufstiegen in Folge in der Verbandsliga Südwest, die man nach sechs Jahren Richtung Oberliga verlassen konnte.

Schiedsrichter

Christoph Busch aus Fischbach bei Saarbrücken ist am Samstag der 23. Mann. Der Unparteiische gilt als großes Talent an der Pfeife, stieg er doch im Sommer erst in die Saarlandliga auf und wurde für die Oberliga als Ersatzmann nominiert. Assistiert wird Busch von Thorben Rech (Hülzweiler) und Sascha Krappel aus Saarbrücken-Jägersfreude.

Bisherige Duelle

Von 2012 bis zum Mehringer Abstieg 2014 standen sich die Teams beider Klubs vier Mal gegenüber. Die Bilanz ist ausgeglichen: Im Hinspiel 2012/13 gab es in Ludwigshafen ein 1:1. Das Retourmatch gewann Mehring mit 3:1. In der nachfolgenden Runde ging es beim 4:4 auf der Lay turbulent zu. Das Rückspiel gewann die Arminia wiederum klar mit 4:0.

Pressemitteilung SV Mehring

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

»Mutige Vorbilder« erhalten HeuGeVe-Preis

Roetgen. Zuvor hieß HeuGeVe-Vorsitzender Franz Schroeder die Besucher herzlich willkommen, besonders den Preisträger, die Freiwillige Feuerwehr Roetgen, den Laudator und Ehrenamtsbeauftragten der Städteregion, Theo Steinröx sowie Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss. Schroeder rief in Erinnerung, dass man im vergangen Jahr wegen Corona die Verleihung habe verschieben müssen, aber Teil zwei des Preises, die Baumpflanzung, sei vorgenommen worden. Auf Wunsch der Wehr war es eine Kastanie, die prächtig rot geblüht habe. »Die Wehr hat unseren Preis mehr als verdient«, lobte er und strich besonders das Ehrenamt heraus. Schroeders Dank galt auch dem Bürgermeister, der den Verein immer unterstütze, wenn Hilfe vonnöten sei. Bürgermeister Jorma Klauss hingegen zollte dem HeuGeVe ein dickes Lob, der sich um den Erhalt der Dorfgeschichte verdient mache und dabei auch nicht vor großen Schritten zurück schrecke. »Als der Dienstvorgesetzte der Feuerwehr freue ich mich sehr über die heutige Preisverleihung«, so Klauss.Das war das Startzeichen für »Kümmerer der Ereignisse Tornado und Hochwasser«. Den Anfang machte Silvia Bourceau, in dem sie die Verbindung zur Wehr in den Vordergrund stellte. Die reichte bis in die 70er Jahre in ihrer Nachbarschaft. Sie habe noch schreckliche Bilder im Kopf, was die Familie Wynands betroffen habe. „Heute sitzen hier die Kinder und Kindeskinder der damaligen Feuerwehrkameraden und leben die Freiwillige Feuerwehr 2021 sowohl in Roetgen als auch in Rott, so Bourceau, um dann gezielt auf den Tornado 2019 einzugehen. Da habe die Wehr im absoluten Chaos vor Ort Großes geleistet, sei an ihre Grenzen gegangen, um anderen zu helfen. »Danke, wir müssten einen ganzen Wald pflanzen«, ließ sie wissen. Danke auch von Michael Seidel, der das Hochwasser im Juli diesen Jahres zum Anlass nahm. Männer und Frauen der Wehr hätten bei der Flutkatastrophe einen hervorragenden Einsatz gezeigt. Man könne froh darüber sein, dass die Wehr sich dort so engagiert habe, wo es viele schrecklichen Bilder zu sehen gab.In seiner begeisternden Laudatio stellte Theo Steinröx, Ehrenamtsbeauftragter der Städteregion, die beispielhaft geleistete Arbeit der Wehr ganz besonders heraus. Sie habe beim Hochwasser 48 Stunden lang Einsatz geleistet, allein schon dafür habe sie den HeuGeVe-Preis verdient. Professionell sei man zu Werke gegangen, sonst wäre vielleicht manches anders gelaufen. Da könne man stolz drauf sein. »Sie alle sind mutige Vorbildmenschen«, so Steinröx, »an Ihnen ist es gelegen, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Wir bauen auf  Euch. Sie haben allen Grund, stolz zu sein«, gab der Laudator den Preisträger mit auf den Weg.Vorsitzender Schroeder überreichte Wehrführer Joachim Wynands, dem stellvertretenden Zugführer Stefan Heck und dem Rotter Löschzuführer Sebastian Schumans die Auszeichnung, verbunden mit Glückwünschen und weiterhin gutem Gelingen. Joachim Wynands richtete Worte des Dankes an den HeuGeVe. Er stellte die Frage, warum man als Wehr in einer Zeit des Egoismus das überhaupt alles mache? Man wolle gezielt anderen helfen und für die Gemeinschaft da sein, war die Antwort.Zuvor hieß HeuGeVe-Vorsitzender Franz Schroeder die Besucher herzlich willkommen, besonders den Preisträger, die Freiwillige Feuerwehr Roetgen, den Laudator und Ehrenamtsbeauftragten der Städteregion, Theo Steinröx sowie Roetgens Bürgermeister Jorma…

weiterlesen