Tabellenführer zu Gast: Mehring empfängt Samstag Koblenz

Sehr schwere Aufgabe für die Mannschaft von Frank Meeth

Mehring.  Die Rollen sind klar verteilt: Wenn am Samstag, 15.30 Uhr, der SV Mehring in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf der Lay die TuS Koblenz empfängt, kommt es zum Duell des Tabellen-17. gegen den Spitzenreiter und designierten Aufsteiger in die Regionalliga Südwest. Alles andere als ein Sieg der Gäste wäre grundsätzlich eine Überraschung…

Die Lage: Fünf Runden vor Schluss hat der SV Mehring sieben Zähler Rückstand auf das (im besten Falle) rettende Ufer. Von daher ist das Team von Trainer Frank Meeth auch gegen das Topteam der Liga eigentlich zum Siegen verdammt. Dass dies schwer wird, weiß der Coach der Blau-Weißen nur allzu genau: "Koblenz steht hinten bombensicher, versucht, den Gegner beharrlich zu bearbeiten. Sie verfügen über eine ausgeprägte Physis und haben eine hohe Qualität bei Standards. Da merkt man auch einfach, dass sie unter professionellen Bedingungen arbeiten können." Trotzdem sei das Team des früheren Cottbuser Bundesligatrainers Petrik Sander "leichter auszurechnen als zuletzt Borussia Neunkirchen". Schließlich spiele bei der TuS fast immer die gleiche Elf. Durch zahlreiche Beobachtungen ist Meeth gut über die Stärken, aber auch über Schwächen der Rhein-Mosel-Städter informiert. "An einem guten Tag können wir sie spielerisch ärgern. Das ist uns ja beim knappen 2:3 im Hinspiel schon ganz gut gelungen", sagt Meeth. Im Gegensatz zum jüngsten Auftritt im Neunkircher Ellenfeld - am Ende stand eine hauchdünne 0:1-Niederlage - will er gegen die TuS nicht mit einer Fünfer-Abwehrkette spielen lassen. "Wir werden sicher wieder mehr in die Offensive investieren wollen und müssen", stellt der SVM-Übungsleiter klar. Personal: Während der Woche kränkelte Sebastian Schmitt, auch Alex Klein war zwischenzeitlich angeschlagen - mit beiden rechnet Meeth am Samstag jedoch fest. Andreas Hesslein wirkte zwar am vergangenen Sonntag über 90 Minuten lang in der zweiten Mannschaft mit und verwandelte im A-Liga-Match gegen die SG Hochwald Zerf den Elfmeter zum 1:1-Endstand, ein Einsatz in der ersten Mannschaft kommt für den lange Zeit verletzt ausgefallenen Kapitän indes laut Meeth noch viel zu früh: "Da fehlt für die Oberliga noch einiges, für 15 bis 20 Minuten könnte es aber bei ihm reichen." Weiterhin muss Meeth auf die Dauerausfälle Marc Mees, Domenik Kohl, André Petry, Kevin Heinz und Yannik Thömmes verzichten. Außerdem fehlt der in Neunkirchen mit Rot des Feldes verwiesene Marcel Selmane.

Der Gegner: Mit Riesenschritten zurück in die Regionalliga: Wenn alles normal läuft, kehrt die TuS Koblenz ein Jahr nach dem Abstieg umgehend in die vierthöchste Spielklasse zurück. Während Verfolger SC Hauenstein zuletzt ein ums andere Mal patzte, zeigt der Klub vom Rhein-Mosel-Eck aktuell Konstanz. Das 4:0 am vergangenen Samstag gegen den SV Gonsenheim war der vierte Dreier in Folge. Vor dem 30. Spieltag betrug der Vorsprung auf Hauenstein bereits acht Punkte. "Wir waren wiederum sehr konzentriert und geduldig", lobte Trainer Petrik Sander nach dem jüngsten Kantersieg. Trotzdem warnte er: "Wir haben noch ein Stück zu gehen. Der Weg ist noch nicht zu Ende. Wir biegen gerade auf die Zielgerade ein - und es gibt diverse Beispiele dafür, dass man gerade jetzt viele Fehler machen kann." Der 55-jährige, gebürtige Quedlinburger ist demnach drauf und dran, auch in seiner zweiten Phase als Trainer in Koblenz erfolgreich zu wirken: Ende Dezember 2009 übernahm er zum ersten Mal die TuS. Seinerzeit konnte Sander den Abstieg aus der Zweiten Bundesliga zwar nicht mehr verhindern, schaffte aber dann mit bescheidenen Mitteln in der darauffolgenden Spielzeit den Klassenverbleib in der Dritten Liga.

Schiedsrichter: Mann an der Pfeife ist diesmal Luca Schlosser aus Stahlhofen im Westerwald. Ihm assistieren Dirk Huster (Kasdorf) und Christian Fritzen aus Neuwied.

Bisheriges Duell: Im bislang einzigen Punktspiel beider Teams gelang der TuS am 17. Oktober des vergangenen Jahres auf dem heimischen Oberwerth ein 3:2 gegen den SV Mehring. Zwei Mal traf seinerzeit Fatjon Celani (43., 49. Minute). Außerdem war Angelo Hauk (46.) für die Schängel erfolgreich. Sebastian Schmitt hatte Mehring in der 19. Minute in Front gebracht. Kevin Heinz machte es mit seinem Tor in der 73. Minute nochmal spannend.

 Pressemitteilung SV Mehring

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