SP

Treibt in Detzem ein Hundehasser sein Unwesen?

Weitere Giftköder gefunden - Polizei sucht Zeugen

Detzem. Bereits am 10. Februar war ein Hund verendet, nachdem er in Detzem einen Gifköder gefressen hatte. Nun sind weitere Fälle gemeldet worden. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe.

Am 9. Februar war ein Mann mit seinem 8,5 Jahre alten Mischlingshund  zwischen 15 und 16 Uhr auf einem geteerten Weinbergsweg von Detzem in Richtung Thörnich spazieren. Der Hund lief in Sichtweite frei umher. Am 10. Februar erbrach der Hund gegen 7 Uhr unter anderem Wurststücke, die die Hundehalter nicht verfüttert hatten. Das Tier verstarb auf dem Weg zum Tierarzt, der von einer Vergiftung ausgeht.

Am 20. Februar fanden Hundehalter aus der Neugartenstraße gegen 8 Uhr auf ihrem umzäunten Grundstück eine verdächtige lilafarbene, übel riechende Substanz. Augenscheinlich handelte es sich um Körnchen, die sich durch Nässe bereits teilweise aufgelöst hatten. Der Vorfall wurde am 21. Februar bei der Polizei angezeigt. In diesem Fall kam kein Tier zu Schaden.

Bereits am 15. Februar hatte ein Hundehalter im Neubaugebiet "Wiederbergauf" auf seinem umzäunten Grundstück drei Stücke Scheibenkäse gefunden, die bläulich verfärbt waren. Da er dieser Feststellung zunächst keine weitere Bedeutung beimaß, entsorgte er den Käse. Am 23. Februar wurde der Mann gegen 1.30 Uhr durch ein quietschendes Gartentor und die gleichzeitig anschlagenden Hunde geweckt. Bei Tageslicht stellte er mehrere Fleischwurststücke auf seinem Grundstück und auf der angrenzenden Wiese fest. Ob die Wurst präperiert war, steht derzeit noch nicht fest. Die Wurststücke wurden sichergestellt. Bisher ist unklar, ob die Hunde von der Wurst gefressen haben.

Hunde beobachten, Vorfälle anzeigen

Halter werden gebeten, ihre Hunde beim Spazierengehen aufmerksam zu beobachten, immer im Blick zu behalten und nach Möglichkeit nicht frei laufen zu lassen. Im Falle des Auffindens verdächtiger Substanzen sollten diese verpackt und zunächst vorsorglich eingefroren werden, um weitere Untersuchungen zu ermöglichen. Die Polizei bittet darum, entsprechende Vorfälle und verdächtige Wahrnehmungen anzuzeigen. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Schweich in Verbindung zu setzen, Telefon 06502/9157-0, E-mail: pischweich@polizei.rlp.de.

RED

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.