Weichenstellung bei dem SPD-Ortsverein Föhren

Föhren. Die ersten personellen Weichenstellungen für die Kommunalwahl im kommenden Jahr, Vorstandsneuwahlen und die Beurteilung der politischen Situation in Deutschland nach der Bundestagswahl prägten die kürzlich stattgefundene und gut besuchte Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Föhren im Gasthaus Tschepe.

 

Über 30 Mitglieder waren der Einladung gefolgt, um mit der neu gewählten Bundestagsabgeordneten Dr. Katarina Barley und dem Vorsitzenden des SPD-Arbeitskreises in der VG Schweich Rudi Körner über die aktuellen politischen Ereignisse in Berlin zu diskutieren. Frau Barley zeigte die verschiedenen Verhandlungsoptionen der SPD mit ihren Vor - und Nachteilen auf. Einigkeit bestand darin, dass sich die SPD nicht als Steigbügelhalter einer sozial nicht ausgewogenen Politik betätigen dürfe, sondern ureigene sozialdemokratische Inhalte in eine eventuelle Koalitionsvereinbarung mit aufgenommen werden müssen.

Nur dann kann im Rahmen einer Mitgliederbefragung Zustimmung erwartet werden. Im weiteren ging es darum, die Weichen für Föhrens Zukunft neu zu stellen. Der amtierende Bürgermeister von Föhren, Jürgen Reinehr, hatte bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung angekündigt, bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr für das Amt des Ortsbürgermeisters von Föhren antreten zu wollen. Er begründete noch einmal ausführlich, warum er nicht mehr kandidiert. Er blickt auf eine lange Zeit von 40 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit in den verschiedensten Gliederungen, wie VG-Rat, Kreistag, Regionalvertretung und auch Gemeinderat zurück. Im nächsten Jahr bekleidet er das Amt des Ortsbürgermeisters bereits 25 Jahre. Seine persönliche Bilanz für Föhren, welcher er den Mitgliedern in Schriftform vorlegte, kann sich sehen lassen.

Weit über Föhren hinaus bekannt

Er ist weit über Föhren hinaus bekannt und genießt auch beim politischen Gegner hohes Ansehen. Jetzt soll das Amt gut bestellt in jüngere Hände übergegeben werden. Ausdrücklich bedauerte er, dass er von seinen Herzensangelegenheiten nur die Neunutzung des Föhrener Klosterbereiches nicht mehr zum erfolgreichen Abschluss bringen kann. Er war aber zuversichtlich insoweit die Weichen noch in die richtige Richtung stellen zu können. Anschließend ging es darum eine Nachfolgereglung zu treffen. Als Kandidat der SPD Föhren wird Bernd Valerius, ausgestattet mit einem großen Vertrauenszuspruch der anwesenden Mitglieder, sich um das Amt des Ortsbürgermeisters von Föhren bewerben. Nachdem er seine Ziele und Vorstellungen für eine weiterhin erfolgreiche und gute Zukunft der Gemeinde vorgestellt hatte, wurde ihm bei einer Enthaltung die volle, einstimmige Unterstützung aller wahlberechtigten Mitglieder zuteil. In einem weiteren Teil der Versammlung standen Rechenschaftsberichte des SPD Ortsvereinvorsitzenden Jürgen Reinehr, des Fraktionssprechers der SPD im Gemeinderat Ulrich Urbanek und des Kassenwarts Toni Baran sowie Vorstandsneuwahlen an.

Ergebnisse der Wahlen

Nachdem dem alten Vorstand Entlastung erteilt wurde, ergaben die Wahlen folgende Ergebnisse: Vorsitzender bleibt Jürgen Reinehr, neuer Stellvertreter wird Bernd Valerius, Geschäftsführer: Rudolf Schöller, Kassierer: Anton Baran, Schriftführer: Manfred Rudolf. Als Beisitzer wurden gewählt: Eric Schöller, Otmar Weber, Marie Therese Daum-Grewer, und Laura Warnk. Kassenprüfer sind wieder Wolfram Braun und Willi Heinzenburger. Bei der kommenden Kommunalwahl wollen Rudolf Schöller, Marie Therese Daum-Grewer, Jürgen Reinehr, Manfred Rudolf und Martin Müller für einen Sitz im VG-Rat und Dana Kreuels für den Kreistag kandidieren. Dafür erhielten alle Kandidatinnen und Kandidaten die Unterstützung des Ortsvereins.

 

 

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