Aufwärtstrend im Theater dank höherer Zuschauerzahlen

Stadt Trier. Dem Theater geht es so gut wie seit langem nicht mehr: 115.540 Zuschauer und damit 23.517 mehr als im vergangenen Jahr waren in der Saison 2018/19 zu Besuch.

Nach dem Tiefpunkt der Besucherzahlen in der Saison 2015/16 hat sich das Theater wieder erholt und erreichte das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre – lediglich in der Saison 2011/12 wurde mit 118.307 Zuschauern ein noch besserer Wert erzielt. Theaterintendant Manfred Langner kommentiert: "Wir müssen uns das Vertrauen erst wieder erspielen, wieder gewinnen und ich glaube wir sind auf einem guten Wege, dass die Bürger der Stadt und der Region wieder Vertrauen in ihr Theater haben."

Zuwachs bei Eigenproduktionen

Kulturdezernent Thomas Schmitt präsentierte die Bilanz im Kulturausschuss des Stadtrats und freute sich besonders über die Entwicklung bei den Eigenproduktionen mit einem Zuwachs von 30.000 Zuschauern und einer von 68 auf 85 Prozent gestiegenen Auslastungsquote. Auch bei den Abonnenten geht der Trend nach oben: 2018/19 stieg deren Zahl auf über 2000. "Das sind sehr, sehr ordentliche Zahlen, die wir aus eigener Kraft, mit unseren eigenen Konzepten erzielt haben", sagte Schmitt. "Ich danke dem Intendanten und seinen engagierten Mitarbeitern für die tolle Arbeit."

Beliebteste Stücke

Neben dem Weihnachtsmärchen "Zauberer von Oz" (19.293 Besucher) konnte vor allem das Stück "Blue Jeans" (7455) als erfolgreichste Aufführung der Schauspiel-Sparte an der Kasse überzeugen. Die beliebteste Produktion im Musiktheater war die Mozart-Oper "Don Giovanni" (5038), im Tanztheater lag "Zorbas" (4693) vorn. Zu den Sinfoniekonzerten des Philharmonischen Orchesters kamen insgesamt fast 5000 Zuschauer bei einer Auslastung von 97 Prozent.

Richtige Mischung führt zum Erfolg

Der Erfolg ergibt sich auch aus der richtigen Mischung von anspruchsvollen und unterhaltenden Produktionen, wie der Intendant erläutert: "Selbst schwierige Stoffe und Themen finden dann in Trier ihr Publikum." Das bewiesen die Stücke "Marx' Bankett" und "Politisch korrekt". Zu einer gelungenen Spielzeit 2018/19 trug auch die Tatsache bei, dass größere krankheitsbedingte Ausfälle im Ensemble oder Probleme mit der Technik ausgeblieben seien, wie Langner hervorhob.

RED/PA

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