Boesen trifft wieder - Eintracht trotzt 1. FC Köln Remis ab

Samstag muss die Rubeck-Elf noch im Pokalfinale ran

Stadt Trier. Gut gemacht, Eintracht! Im Freundschaftsspiel trotzte der Südwest-Regionalligist dem drei Klassen höher angesiedelten Bundesligisten 1. FC Köln am Donnerstag Nachmittag ein 2:2 ab. Dabei egalisierte das Team von Trainer Peter Rubeck einen 0:2-Rückstand: In der stärksten Phase der ohne den terminlich verhinderten Cheftrainer Peter Stöger (ihn vertrat „Co“ Manfred Schmid) und nur mit 15 Akteuren (davon drei Tormänner) angereisten Geißbock-Elf verwandelte Kevin Vogt in der 41. Minute zunächst einen von SVE-Kapitän Michael Dingels an Loureiro Bittencourt verwirkten Elfmeter. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schloss Bittencourt einen Konter zum 0:2 ab (45.).

Nach der Pause scheiterte der eingewechselte Philipp Hosiner (56.) am genauso wie in der ersten Hälfte gegen Simon Zoller (29.) stark parierenden Chris Keilmann. Köln, das vor der guten Kulisse von 3136 Zuschauern im Moselstadion danach zu sehr das Ergebnis verwaltete, musste in der 78. Minute durch den Kopfballtreffer von Christopher Spang nach Ecke von Julian Bidon das Trierer Anschlusstor hinnehmen. Und es kam noch besser für die Blau-Schwarz-Weißen am Himmelfahrtstag: In Minute 83 setzte Vincent Boesen den Ball nach Hereingabe von Florian Riedel per sehenswerter Direktabnahme zum 2:2 ins Netz.

Boesen macht wieder auf sich aufmerksam

Der Noch-A-Junior traf damit nach seinem 2:1-Tor im finalen Regionalligaspiel der Saison am Samstag zuvor gegen den SV Spielberg erneut - und unterstrich, welch großes Talent er ist. "In der zweiten Halbzeit haben wir gut agiert, wobei Köln einen Gang zurück geschaltet hat. Dazu hat Vincent Boesen ein schönes Tor erzielt. Ich bin sehr froh, dass er einen Fördervertrag über drei Jahre besitzt", bilanzierte Coach Rubeck. Einige Personalien dominierten das Geschehen auf und um den Rasen: Im defensiven Mittelfeld bot Rubeck mit Arthur Velagic (FC 08 Homburg) einen Testspieler auf. Ein weiterer Probespieler, Marcus Stachnik, wurde in der 59. Minute eingewechselt.

Zwei Probespieler dabei

Der 21-Jährige stand in der abgelaufenen Saison beim Nordost-Regionalligisten FSV Optik Rathenow unter Vertrag. Die Namen von 13 den Verein verlassenden Spielern wurden vor der Partie von Stadionsprecher Markus Köbler vorgelesen - zur Übergabe der Blumen blieb aber offenbar keine Zeit. Applaus gab es in der 79. Minute für Holger Lemke, der erstmals nach knapp eineinhalb Jahren und nach einer schier endlosen Verletzungsgeschichte rund um einen Kreuzbandriss ein Comeback gab.

Samstag steht das Finale an

Am kommenden Samstag, 14.30 Uhr, steht für den SVE nun das allerletzte Spiel der Saison an, bevor die  Sommerpause wartet. Das Finale um den Rheinlandpokal gegen die SG Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain wird im Dr.-Grosse-Sieg-Stadion in Wissen ausgetragen, zudem wird das Endspiel live in der ARD-Konferenzschaltung beim "Tag der Amateure" zu sehen sein. Vor der Saison wurde der Pokalsieg als Saisonziel ausgegeben, nun soll die Trophäe zum 15. Mal an die Mosel wandern. "Wir werden schon am Freitag an die Sieg reisen", verriet Rubeck, der den vom früheren Eintrachtler Nihad Mujakic trainierten Gegner bereits per Video studiert hat. "Auch wenn sie auf dem Papier ein A-Ligist sind, sind sie nicht so einzustufen. In Sachen Qualität könnten sie locker in der Rheinlandliga spielen", meint Rubeck. "Wir müssen nicht glänzen, aber gewinnen!" Fraglich ist weiterhin der Einsatz von Stürmer Daniel Hammel, der an einer Muskelverletzung laboriert.AA

Statistik

 Eintracht Trier: Keilmann (70. Popescu) - Hollmann (51. Riedel), Dingels (46. Fiedler), Buchner (70. Kinscher), Müller (59. Stachnik) - Telch (46. Spang) - Lienhard (59. Kurz), Velagic (79. Lemke), Garnier (54. Masselter), Anton (61. Bidon) - Koep (66. Boesen) 1. FC Köln: Mesenhöler - Risse, Maroh, Heintz, Olkowski - Hartel, Vogt (61. Özcan), Lehmann, Bitencourt - Jojic, Zoller (46. Hosiner) Tore: 0:1 Vogt (41., Foulelfmeter), 0:2 Bittencourt (44.), 1:2 Spang (78.), 2:2 Boesen (83.) Schiedsrichter: Dominic Mainzer (Konz) Zuschauer: 3136 im Moselstadion

 

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