Andreas Arens

Die Basketball-Gladiatoren halten in der Arena Einzug

Stadt Trier. Neuer Name, neues Logo und ein neues Image, das zunächst in erster Linie der neue Manager Michael Lang verkörpern soll: Das bekamen rund 100 Basketball-Fans am frühen Mittwoch Abend in der Arena Trier geboten. Deutlich wurde aber auch, dass finanziell zunächst keine großen Sprünge möglich sind.

 

In der kommenden Saison in der zweitklassigen ProA gehen die Trierer Korbjäger nach der Pleite der alten TBB unter "Gladiators Trier" an den Start. "Mut, Siegeswillen und Leidenschaft: All´ das wurde zu Zeiten der Römer auch in Trier mit den Gladiatoren in Verbindung gebracht. Diese Eigenschaften soll auch unsere künftige Mannschaft verkörpern", betonte Interims-Geschäftsführer Ronny Höpfner, der während des Info-Abends wie geplant seinen Rückzug erklärte und sich künftig wieder voll auf die Nachwuchsarbeit im Trierer Basketball konzentrieren will. Sowohl bei der Suche nach einem neuen Namen, wie auch bei der Frage, wie das neue Wappen aussehen soll, hatte die haftungsbeschränkte Trierer Ballsportbewegung als Nachfolger der bisherigen TBB die Fans mit ins Boot genommen und um Vorschläge gebeten. Andreas Kühnen von der gleichnamigen Trierer Agentur stellte drei Varianten vor. Das Votum der Anwesenden fiel letztlich auf jenes Logo, das einen stilisierten Gladiator mit einem Basketball und der Aufschrift "Gladiators Trier" zeigt. An den bisherigen Farben grün-weiß hält man fest. Sonst war und ist es das erklärte Ziel, weg vom Image der finanziell maroden TBB zu kommen. "Unter dieser Prämisse hatten wir auch nur das Okay von den Gesellschaftern der ProA erhalten. Ein Neuanfang war der klare Auftrag", betonte Höpfner.

Nur 1,15 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Unterdessen geht er fest davon aus, dass der Liga-Gutachterausschuss die Finanzplanungen der Gladiators absegnet. Allerdings stehen aktuell nur 1,15 Millionen Euro an Budget zur Verfügung stehen. Immerhin sind die geforderten 500.000 Euro an Werbeverträgen fix. Auf einen 1,4 Millionen-Euro-Etat hatte man gehofft. Einiges sei noch in der Pipeline, Verträge lägen wegen des Poststreiks noch nicht unterschrieben vor. Ab sofort will und wird sich auch Manager Lang in die Akquise einschalten: "Bisher habe ich nur zwei, drei Mails verschickt. Jetzt, wo auch klar ist, wie wir heißen, macht es einfach mehr Sinn, auf potenzielle Sponsoren zuzugehen." Lang machte bei seiner Vorstellung einen offenen Eindruck, machte deutlich, auf die Menschen zugehen zu wollen und zu können. Das erste Fazit des 48-Jährigen, der aus Ansbach stammt und in seinen vergangenen 20 Berufsjahren unter anderem das American-Football-Team Berlin Thunder managte, als Sportpsychologe auch die Bundesligafußballer des VfB Stuttgart betreute und als Fernsehjournalist tätig war, fällt durchaus positiv aus: "Ich sehe hier keine großartigen Brandherde." Zunächst gelte es, konservativ und sauber budgetierend die wirtschaftliche Basis zu schaffen und Vertrauen bei bisherigen, aber auch neuen Geldgebern zu gewinnen. In Sachen Trainersuche vertraut Lang voll den Kontakten und dem umfangreichen Fachwissen von Arena-Manager Wolfgang Esser, der sich bei den Gladiators als Sportbeiratsmitglied einbringen wird.

Held ist ein Trainerkandidat

Lang hofft auf eine zeitnahe Lösung. "Schnellschüsse wird es aber nicht geben", stellte er unmissverständlich klar. Ralph Held, der einst unter Don Beck in Trier Co-Trainer war und danach über viele Jahre hinweg in Oldenburg erfolgreich wirkte, gilt weiterhin als heißer Kandidat, die Nachfolge von Henrik Rödl anzutreten. Dieser hatte deutlich gemacht, nicht in der ProA als Coach zur Verfügung zu stehen, will den Gladiators aber beratend zur Seite stehen. Der Dauerkartenverkauf ist bislang noch nicht wie erhofft angelaufen. Im Vergleich zur Vorsaison, als 750 Einzel-Abos an den Mann oder die Frau gebracht wurden, sind die Preise auf durchschnittlich 15,70 Euro gesenkt worden.

Bestellformular-Download unter:

www.trier-basketball.de   

 

Im Bild: Ronny Höpfner, Andreas Kühnen und Michael Lang präsentieren das neue Logo. Foto: Andreas Arens

 

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