Die Dolphins müssen jetzt zum Vizemeister

Stadt Trier. Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen die Top-Teams aus Thüringen und Lahn-Dill steht für die GOLDMANN Dolphins Trier mit dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag (17 Uhr, Franz-Böhm-Sporthalle, Frankfurt-Ginnheim) bei den Mainhatten Skywheelers das 3. Topspiel binnen 14 Tagen auf dem Terminplan der Trierer Rollstuhlbasketballer.

 

 

 

 

Und dieses Spiel des 14. Spieltages der Rollstuhlbasketball-Bundesliga hat es in sich, treffen hier zwei Teams aufeinander, die wohl zusammen mit den BG Baskets aus Hamburg, um den begehrten 4. Tabellenplatz streiten, der bekanntlich am Ende der Hauptrunde berechtigt, an den diesjährigen Play-Off-Spielen um die deutsche Meisterschaft zu spielen. Auf dem Papier dürfte der Gastgeber sicherlich als leichter Favorit gehandelt werden, zum Einen entführten die Frankfurter im Herbst letzten Jahres bereits die Punkte aus Trier (58:63), zum Anderen ist bekannt, dass die Trierer in den letzten Jahren nur sehr selten in Frankfurt erfolgreich sein konnten und das Team von Malik Zahary, dem jetzigen Head-Coach der Hessen, quasi als Angstgegner der Moselaner gilt. Zudem, wie schwer die Aufgabe der Trierer sein wird, dokumentiert alleine ein Blick auf die Team-Aufstellung der Hessen, allein 7 aktuelle deutsche Nationalspieler (5 Herren, 2 Damen) finden sich im Kader des Gastgebers, eine Qualität in der Breite, die es jedem Gegner mehr als schwer macht, die Punkte aus der Mainmetropole zu entführen. Das dies aber durchaus machbar ist, bewiesen bereits in der laufenden Saison einige Mannschaften der RBBL, zumindest ein Spiel auf Augenhöhe im Duell der Verfolger und Tabellennachbarn ist zu erwarten. Und so hat sich das Team um Kapitän Chad Jassman unter der Woche akribisch auf diese schwere Auswärtspartie vorbereitet. Die herbe Niederlage in Wetzlar war bereits Anfang der Woche schnell abgehakt, die Fehler wurden nachhaltig analysiert und der Blick nach vorne gerichtet.

Mental-Coaching

Selbst ein Mental-Coaching, durchgeführt vom seit zwei Monaten in ehrenamtlichen Diensten der Dolphins befindlichen Sport-Psychologen Tobias Maldei, sollte bewirken, dass man auf Seiten des momentanen Tabellenfünften `die Köpfe wieder freibekommt` für die restlichen Aufgaben in der RBBL-Saison. Lediglich Diana Dadzite konnte unter der Woche nur bedingt trainieren, da sie sich mit einer Ellbogen-Entzündung herumplagt, ihr Einsatz am Samstag dürfte aber nicht gefährdet sein. Ansonsten sind alle Spieler fit und voller Tatendrang, um die beiden letzten Niederlagen vergessen zu machen. Ein Sieg mit 6 Punkten Differenz wäre die Idealvorstellung von Dolphins-Coach Dirk Passiwan, denn dann hätten die Trierer eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den begehrten Play-Off-Platz 4, hätte man dann gegenüber den direkten Konkurrenten jeweils den direkten Vergleich auf seiner Seite. Für den Gastgeber dürfte so auch der Druck des Siegenmüssens allerdings noch einen Deut größer sein als für die Trierer, denn 2 Punkte Rückstand zu Trier, bisher gar schon 4 Punkte auf den momentanen Tabellenvierten Hamburg, dürften bei einer weiteren Heimniederlage und dann noch ausstehenden 4 Saisonspielen nur noch schwerlich aufzuholen sein.

Große Chance auf Big Points

`Wir wissen dennoch um die Schwere der Aufgabe aber auch um die große Chance weitere Big Points im Play-Off-Kampf zu setzen`, so Dolphins-Spielertrainer Dirk Passiwan, der allerdings unmissverständlich festhält: `jetzt gilt es für mein Team, die entscheidenden Treffer zu setzen. Wir fahren zwar mit dem für diesen Gegner gebührenden und großen Respekt nach Frankfurt zum amtierenden Vizemeister, ohne aber das Selbstvertrauen in die eigene Leistungsstärke nicht zu vergessen!` Und nochmal rückblickend und nüchtern analysierend: `Ein Spiel wie vor einer Woche beim absoluten Top-Team und Tabellenführer Lahn-Dill kann jede Mannschaft in einer Saison einmal erwischen. Bei uns lief nicht viel zusammen, während Lahn-Dill einen `Sahnetag` erwischt hatte, wo ihnen einfach alles gelang und so dann ein solcher Spielausgang die logische Folge war. Aber das ist abgehakt, es liegt jetzt allein bei uns, unsere wahre Leistungsstärke in Frankfurt abzurufen und zu zeigen`. Wer das Spiel nicht vor Ort sehen kann, kann wie immer über den Live-Ticker von Keyscout das Spiel unter folgendem Internet-Link mit verfolgen: www.keyscout.de //index.php?option=com_wrapper&Itemid=108 Goldmann Dolphins Trier (Aufgebot): Diana Dadzite, Florian Ewertz, Chad Jassman, Janet McLachlan, Dirk Passiwan, Karlis Podnieks, Tyler Saunders, Dirk Schmitz und Yoomin Peter Won

(Bericht: Goldmann Dolphins Trier - Pressestelle; Fotos: Sandra Wagner)

 

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