Die herausragende Premiere des Ryan N.

Neuling Nicholas führt Gladiators zu Auftaktsieg

Stadt Trier. Zum Saisonauftakt der Pro-A gab es kurioserweise nur Gäste-Siege. Die Römerstrom Gladiators Trier wollten da weder aus der Reihe tanzen noch die Ausnahme bilden und setzten sich bei den Kölner Rheinstars mit 83:76 durch.

Aus Köln berichtet Bernd Schneider                         

Die zusätzliche Reklame fürs erste Heimspiel am ersten Oktober-Tag stand lange arg in Frage. Die besten Belege dafür: Triers Basketball-Profis gingen erst bei 66:65 erstmals in Führung und lagen unter anderem mit 18:27 im Rückstand. Zudem existierte ein Minus bei den Freiwürfen, das abschließend bei 60:81 Prozent lag. Dass die sechs Prozent Gladiators-Fans unter den 1482 Zuschauern in den 60 Prozent der riesigen Lanxess-Arena dennoch relativ früh siegesgewiss sein konnten, lag an einem sensationellen 27:17-Plus im letzten Quartal der Spielzeit. Die Ursache dafür ist am besten auf simple Weise zusammengefasst: Es war das beste Viertel der Trierer und das mit Abstand schlechteste der Kölner. Letztere fielen da offensichtlich einer Nervenschwäche zum Opfer, die es bei den Moselanern nicht gab. Auch nicht, als Kapitän Simon Schmitz sich bei einem Sturz verletzte und sein "Pendant" Kevin Smit mit vier Fouls belastet war. Neben Smit verzeichneten Ryan Nicholas, Sebastian Herrera und John Eggleston eine zweistellige Korbpunkte-Bilanz. Team-Neuling Nicholas hatte eine herausragende Premiere: 13 Zähler schon vor der Halbzeitpause. Es folgten vier, weil sich die Millionenstädter besser auf den zudem gut dirigierenden Mann eingestellt hatten.                                           

Viele übernehmen Verantwortung

Den offiziellen Spielführer Schmitz ("Meine Verletzung ist nicht so schlimm") begeisterte außer dem Sieg am meisten, dass "bei uns so viele Spieler Verantwortung übernahmen." Trainer Marco van den Berg stellte zweierlei genüsslich fest: "Wir haben am Ende vieles gut gemacht" und "Wenn alle Kader-Mitglieder fit sind, können wir für jeden Gegner in der Liga gefährlich sein."

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