Dieses Spiel müsste man abonnieren können...

Gladiators fertigen ungeschlagenen Tabellenzweiten mit 84:46

Stadt Trier. Zweites Heimspiel der Zweitliga-Saison und zweites Heimspiel gegen Heidelberg - aber die zweite Saison-Niederlage blieb den Römerstrom Gladiators gegen den Tabellenzweiten erspart: Die seit März unbesiegten Heidelberger "Academics" unterlagen an der Mosel sogar mit sage und schreibe 46:84. Es war der zweithöchste Sieg Trierer Basketball-Profis seit dem Erstliga-Abstieg vor anderthalb Jahren, übertroffen lediglich vom 100:60 in Rhöndorf.

Von Bernd Schneider    

Heidelbergs Trainer trauerte "meiner bittersten Niederlage mit dieser Mannschaft" nach, fand auch die Höhe angemessen und ergänzte, dass es "eine Differenz 50 oder gar 60 hätte werden können, wenn das Spiel länger gedauert hätte."

Zwei Ursachen für Heidelberger Blamage

Dass die Nordbadener absolut sogar unter der Diskutabiläts-Grenze 50 blieben, hatte zwei Hauptursachen: Erstens verzeichneten die Gäste kurioserweise keinen einzigen Dreier, zweitens arbeiteten die Gladiatoren vor allem defensiv super. Dies erkannte auch Coach Marco van den Berg uneingeschränkt an. Als Vorbild für die restlichen Spiele mochte der Niederländer das Gesamtpaket vom zweiten Oktober-Samstag hingegen nicht gewertet wissen. Womit auch "MvdB" wohl einverstanden wäre: Dieses Spiel müsste man abonnieren können. Szenekenner fanden, es sei das Beste, was sie seit langem gesehen hätten - und sicherlich mindestens 90 Prozent der nur 1777 Zuschauer waren mehrmals aus dem Häuschen. Für diese Leute ist ein bisschen schade, dass das nächste Heimspiel erst am 29. Oktober stattfindet, weil ihm Gladiators-Auftritte in Dresden und in Paderborn vorausgehen. Der Teamrekord der Saison, den Brandon Spearman innerhalb der 84 Korbpunkte mit 24 aufstellte, wird wohl weder in Sachsen noch im Westfälischen gebrochen.

Personalie

Joey van Zegeren warb für eine Vertragsverlängerung über den November hinaus mit einer ausgezeichneten Verteidigung gegen den riesigen und üblicherweise äußerst effektiven Heidelberger Center Philipp Heyden. [absatz] Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach vier Spielen: Spearman 59, Herrera 53, Nicholas 46, Schmitz 43, Eggleston 29.

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