Eintracht: Laux und Lienhard treffen, am Ende aber nur 2:2

Fußball-Regionalliga: Remis vor wenigen Fans

Stadt Trier. Das Rückspiel in der Fußball-Regionalliga Südwest zwischen dem 1. FC Saarbrücken und der Trierer Eintracht erinnerte vom Verlauf her an das Match in der Hinserie: Obwohl der SVE zunächst verdient führte, gab er im Endeffekt Punkte ab. Stand man am 26. September nach dem 2:3 im Moselstadion – der FCS erzielte ganz spät zwei Treffer – mit ganz leeren Händen da, reichte es am Samstag Nachmittag immerhin noch zu einem 2:2 – allerdings nach einer scheinbar sicheren 2:0-Führung.

Entschlossen und zweikampfstark startete das Team von Trainer Peter Rubeck vor ganzen 554 Zuschauern. Diese Kapazität fasst die Haupttribüne des Völklinger Hermann-Neuberger-Stadions, wohin der FCS wegen des Ludwigspark-Umbaus ausweicht. Die Sperrung sämtlicher Stehplätze hatte das Regionalliga-Sportgericht wegen des Fehlverhaltens von Saarbrücker Fans im Hinspiel verfügt. "Schade, dieses Spiel hätte weitaus mehr Zuschauer verdient gehabt", meinte Eintracht-Coach Rubeck hinterher. Er sprach zurecht von einem temporeichen Spiel, in dem er bereits nach 19 Minuten den gelb-rot-gefährdeten Christoph Buchner vom Platz nahm und für ihn Oliver Laux brachte.

 

Der perfekte Einstand von Laux

Der Ex-Koblenzer fügte sich auch gleich prächtig ein: Nach dem langen Einwurf von Florian Riedel und einem Fauxpas des zu zögerlichen David Hohs im FCS-Kasten war Laux zur Stelle und traf unter dem Jubel der rund 50 zugelassenen Eintracht-Anhänger zum 0:1 (20.). Nur drei Minuten später initiierte Mario Müller einen sehenswerten Angriff. Der Ball ging über Christoph Anton auf der linken Außenbahn. In der Mitte setzte sich Patrick Lienhard (sah die fünfte gelbe Karte und fehlt am Freitag, ab 19 Uhr, im Heimspiel gegen Hessen Kassel) gekonnt durch und traf zum 0:2 ins lange Eck. Bis zur Halbzeit und sogar darüber hinaus sah die Eintracht gegen matt wirkende Gastgeber wie der sichere Sieger aus... "Uns hat einfach die Aggressivität in der ersten Halbzeit gefehlt", musste auch Taifour Diane, der nach der Trennung von Falko Götz seit Ende Februar amtierende Trainer der Saarländer, eingestehen. Der harmlose Drehschuss von Filip Luksik in der 50. Minute entlockte einigen FCS-Fans auf der Tribüne schon höhnisches Klatschen - die Hoffnung auf etwas Zählbares tendierte bei den Blau-Schwarzen gegen Null. Doch nach einer Stunde kippte das Spiel. "Wir waren am Ende einer englischen Woche einfach nicht mehr so frisch. Saarbrücken ist viel gelaufen und hat seine Qualität gezeigt. Von der Unruhe im Verein und einer angeblich dadurch verunsicherten Mannschaft konnte ich da nichts feststellen", sagte ein in der Pressekonferenz betont gelassener Rubeck ("Viele dachten doch, dass wir nach dem 1:2 gegen Hoffenheim II jetzt auch in Saarbrücken verlieren und immer mehr zurückfallen. Von daher bin ich mit unserem Auftritt hier bestimmt nicht unzufrieden."). "Saarbrücken war heute ein brutal schwerer Gegner und sie haben uns kämpferisch alles abverlangt", sagte Rubeck ferner.

Riedel: "Ein bisschen sprachlos"

Außenverteidiger Riedel, der am Samstag seinen 26. Geburtstag feierte, war angesichts des Einbruchs frustriert "und ein bisschen sprachlos". Sein Teamkollege Christopher Spang grübelte auch, woran es lag, dass in Durchgang zwei kaum noch etwas zusammen lief: "Wir haben den Faden verloren. Mit einem 2:0 im Rücken darf es eigentlich auch nicht an der Kraft mangeln." Gerade der eingewechselte Angreifer Solomon Okoronkwo war fürs FCS-Spiel sehr belebend, scheiterte in der 61. Minute selbst aus der zweiten Reihe an Eintracht-Schlussmann Chris Keilmann. Eine Kombination über Kevin Behrens und Steffen Schäfer schloss André Mandt in der 62. Minute zum 1:2 ab - Triers Defensive sah hier schlecht aus. Danach schlenzte FCS-Kapitän Matthew Taylor aus bester Position noch vorbei (66.), dann reagierte Keilmann gegen Hassan Amin stark (74.). Eine Minute später drückte Luksik den Ball nach einer Ecke von Mandt am langen Pfosten über die Linie. Gegen Ende schien der FCS dem dritten Treffer näher als die Eintracht, die nach dem Elversberger 1:1 beim TSV Steinbach weiterhin zwei Punkte Rückstand auf Rang zwei hat.AA

 

Statistik:

1. FC Saarbrücken: Hohs – Schäfer, Chrappan, Luksik, Amin – Meyerhöfer, Mendy – Behrens – Taylor (66. Chaftar), Willsch (32. Mandt), Puclin (59. Okoronkwo)

Eintracht Trier: Keilmann – Riedel, Dingels, Buchner (19. Laux), Müller – Hammel, Telch, Spang, Anton – Lienhard (69. Hollmann), Koep (77. Rugg)

Tore: 0:1 Laux (20.), 0:2 Lienhard (23.), 1:2 Mandt (62.), 2:2 Luksik (75.)

Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz)

Zuschauer: 554

 

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