Eintracht Trier gibt kurz vor Schluss Sieg aus der Hand

Fußball-Regionalligist muss sich mit 1:1 begnügen

Stadt Trier. Im Auswärtsspiel der Fußball-Regionalliga Südwest bei der SpVgg Neckarelz musste Eintracht Trier in der Nachspielzeit eine bittere Pille schlucken. Nachdem der SVE auch mit zehn Spieler die klar bessere Mannschaft war und durch Daniel Hammel in Führung ging, erzielte Dave Gnaase in der 90. Minute den Ausgleichstreffer.

Trainer Peter Rubeck konnte gegen die SpVgg Neckarelz auf die während der Woche angeschlagenen Florian Riedel, Christopher Spang und Charlie Rugg bauen. Dazu fand Daniel Hammel auf der rechten Außenbahn den Weg in die Startelf. Kapitän Michael Dingels musste wegen einer Gelbsperre zuschauen. Seine Rolle als Kapitän und als Innenverteidiger übernahm Torge Hollmann. In der ersten Halbzeit entwickelte sich das von Trainer Peter Rubeck prophezeite schwere und kampfbetonte Spiel. Ein schwierig bespielbarer und holpriger Platz erschwerte das Passspiel. In den ersten 45 Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften, ohne sich nennenswerte Torchancen erspielen zu können. Erst nach der Halbzeit kam Musik ins Spiel.

Eintracht lauter

Und die Eintracht musizierte deutlich lauter. In der 53. Minute verpasste Patrick Lienhard eine Lupfer-Vorlage fünf Meter vor dem Tor. Unmittelbar danach konnte ein Kopfball von Torge Hollmann nach einem Eckball in höchster Not vom Neckarelzer Innenverteidiger Tobias Keusch auf der Linie geklärt werden (58.). Auch nach einer gelb-roten Karte gegen Torge Hollmann (wiederholtes Foulspiel, 61.) war der SVE die deutlich aktivere Elf. Benedikt Koep sorgte nach seiner Einwechslung für viel Offensivdrang und verpasste zwei Mal den Torerfolg nur knapp (66. und 71.). Die deutliche Leistungssteigerung der Eintracht sollte schließlich belohnt werden. Patrick Lienhard fing im Mittelfeld einen Fehlpass ab, lief drei Gegenspielern davon und fand in der Mitte Daniel Hammel, der zum umjubelten 1:0 einschieben konnte (79.). "Heute ist die Mannschaft sehr geschlossen aufgetreten und jeder, auch die Ersatzspieler, haben ihre Rollen angenommen. Man hat meiner Mannschaft heute angemerkt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Leider hat das am Ende nicht geklappt", lobte Peter Rubeck die Einstellung seiner Mannschaft. Bis zum Beginn der Nachspielzeit glaubte das Trierer Lager fest an drei Auswärtspunkte. Doch der SpVgg Neckarelz gelang in der 90.Minute der Lucky Punch. Dave Gnaase erzielte nach einem Steilpass den 1:1-Endstand.

"Fehlende Cleverness"

"Mit der Leistung der Mannschaft konnte ich absolut zufrieden sein. Auf dem Platz war Fußball schwierig und wir haben kämpferisch super dagegen gehalten. Den einzigen Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann, ist fehlende Cleverness. Da haben uns Vereine wie Waldhof noch etwas voraus. Wir hätten gegen Ende den Ball mehr halten müssen und die Zeit besser im Auge behalten müssen", sagte Trainer Peter Rubeck in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Schon am Dienstag (19 Uhr) geht es für die Eintracht weiter. Dann kommt zur englischen Woche Astoria Walldorf ins Moselstadion.

Statistik

SpVgg Neckarelz: Tekin - Kizilyar, Bindnagel, Keusch, Bückle - Gnaase, Schäfer, Abele, Cancar (83. Albrecht) - Beyazal (83. Hogen), Kraniqi (92. Grupp) Eintracht Trier: Keilmann - Riedel, Hollmann, Buchner, Müller - Hammel (83. Laux), Telch, Spang, Anton (75. Garnier) - Lienhard, Rugg (63. Koep) Tore: 0:1 (79.) Hammel, 1:1 (90. Gnaase) Schiedsrichter: Timo Wlodarczak (Bebra) Zuschauer: 270

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