Eintracht vor Derby beim FCS: Gelingt die Revanche?

Nur rund 600 Fans sind am Samstag dabei

Stadt Trier. Derby-Time: Samstag, ab 14 Uhr, tritt Eintracht Trier in der Fußball-Regionalliga Südwest beim alten Rivalen 1. FC Saarbrücken an. Das Spiel wird aufgrund von Umbaumaßnahmen im Ludwigspark im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion stattfinden. Nach der 1:2-Heimniederlage am Dienstag gegen die TSG Hoffenheim II hofft der SVE auf Punkte im Saarland.

Das Südwest-Derby zwischen Eintracht Trier und dem 1.FC Saarbrücken elektrisiert seit Jahrzehnten die Fußballfans in der Region. So war es auch im Hinspiel, als es im Moselstadion zu einem denkwürdigen Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten kam. Der SVE sah schon wie der sichere und verdiente Sieger aus, doch der FCS drehte das Spiel und gewann glücklich durch Tore in der 88. und 92. Minute. Eine Grenzerfahrung, die die Truppe von Trainer Peter Rubeck noch enger zusammenschweißte und es folgte eine Siegesserie. Vor dem Rückspiel am Samstag muss die Eintracht jedoch die 1:2-Heimniederlage gegen die U23 der TSG Hoffenheim verdauen. Gegen die bärenstarke Zweitvertretung fand der SVE zu spät ins Spiel, konnte aber in der zweiten Halbzeit durch leidenschaftlichen Kampf überzeugen.

"Lasse nicht zu, dass Spieler Köpfe hängen lassen"

"Ich habe nach Abpfiff direkt mit dem Team gesprochen. Ich lasse nicht zu, dass die Spieler nach dem Spiel jetzt die Köpfe hängen lassen", sagte Peter Rubeck in der Pressekonferenz nach dem Hoffenheim-Spiel. Gleichzeitig bemängelte er die Passivität in der ersten Halbzeit. "Aber wir müssen gegen Saarbrücken wieder über 90 Minuten Leistung auf dem Platz zeigen!" Linksverteidiger Mario Müller warf im Interview mit SVE-TV den Blick schon wieder nach vorne. "Es wird Spiele geben, da werden wir uns wieder für die kämpferische Leistung und das gute Herz belohnen. Aber das wird uns ganz sicher nicht aus der Bahn werfen." Leider wirft das Derby auch negative Schatten voraus. Der 1.FC Saarbrücken wurde aufgrund von mehrmaligem Fehlverhalten seiner Fans von der Regionalliga mit einer Strafe belegt. Am kommenden Samstag müssen alle Stehplatzbereiche des Völklinger Hermann-Neuberger-Stadions geschlossen bleiben. Nur die Sitzplatztribüne mit rund 600 Plätzen darf geöffnet werden.

"Derby muss Spaß machen"

Vor dem Stadion können keine Karten mehr erworben werden. "Es ist schade, dass unsere Fans am Samstag nicht mit dabei sein können. Aber die Mannschaft muss sich auf das Spiel konzentrieren. Ein Derby muss immer Spaß machen, auch dieses Mal leider ohne Fans", meinte Trainer Peter Rubeck am Dienstag.

Informationen zum Gegner: Der kommende Gegner aus der saarländischen Landeshauptstadt ist schwer einzuschätzen. Der FCS verfügt über einen der prominentesten und teuersten Kader der Liga. Auch Peter Rubeck wies am Dienstag im Rahmen der Pressekonferenz auf die individuelle Klasse der Saarländer hin. Vor der Saison gab der FCS einen der beiden Relegationsplätze als Saisonziel aus. Diese sind mit der aktuellen Platzierung (Rang 6 mit 46 Punkten) in weite Ferne gerückt. Im Ausweichstadion, dem Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion, ist der FCS bislang noch unbesiegt. Unter anderem wurde der Favorit aus Elversberg mit 2:1 nach Hause geschickt. Gegen den Ligaprimus Waldhof Mannheim sprang ein 1:1-Unentschieden heraus. Die Eintracht ist also gewarnt. Trainiert werden die Saarländer von Interimstrainer Taifour Diane, der im März Falko Götz beerbte.

Das Personal: Trainer Peter Rubeck muss gegen den FCS auf Matti Fiedler, Dennis Gerlinger, Holger Lemke und Silvano Varnhagen verzichten. Bei Dennis Gerlinger hat sich unter der Woche eine neue Verletzung aufgetan. Der Torjäger laboriert mit einer Absplitterung am Schambein. Peter Rubeck befürchtet, dass sein Rechtsaußen bis zum Ende der Saison ausfallen wird.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.