Es war einmal... das Drachenhaus

Stadt Trier. Ein Märchenhauch umweht das Drachenhaus im herbstlichen Weißhauswald. Verwunschene Laubengänge umgeben seinen verlorenen Rosengarten.

Heute logieren hier die Forstverwaltung und andere Mieter. Früher stand das »Mergener Grünhäuschen« an dieser Stelle – ein kleines Hofgut des Klosters St. Marien (jetzt das Ex-Haus).

1813 hatte Wilhelm von Haw (1818 bis 1839 Oberbürgermeister von Trier) das Gelände mitsamt Weißhäuschen (damals ein Hüttchen wie Historiker Gottfried Kentenich berichtet), Ottoscheuer (der spätere Schneidershof) und etlichen Morgen sandigen Landes gekauft. Er vereinigte die Ländereien zum Landgut Weißhaus und legte Park- und Gartenanlagen an, die allen Besuchern offenstanden.

1823 wurde die Villa Weißhaus mit weitem Blick über Mosel und Stadt gebaut, 1829 folgte ein Ökonomiegebäude an Stelle des Grünhäuschens – das heutige Drachenhaus. Die namensgebenden geflügelten Echsen erhielt es erst nach dem Tode von Haws. Die Wasserspeier stammen ursprünglich von einem Haus in der Simeonstraße.

Vor dem Drachenhaus lag einst ein Rosengarten. Heute führen seine Tore auf eine leere Wiese. Nur die Laubengänge und zwei bemooste Statuen erinnern noch an die vergangene Pracht.

cn/Fotos: Claudia Neumann

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