Es war einmal... Schneiders Hof

Stadt Trier. Von der Scheune zum Hochschulstandort: Der Schneidershof blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Gleich geblieben ist der schöne Ausblick über Trier.

Der Trierer Oberbürgermeister Wilhelm von Haw hatte das Gelände rund um das Weißhaus inklusive "Ottoscheuer" (Schneidershof) 1813 gekauft und in eine öffentliche Gartenanlage umgewandelt. Nach dem Tod von Haws ging es 1862 in den Besitz des Prinzen Heinrich von Niederlande über, der die Glashalle des Schneidershof errichten ließ. Im Jahr 1863 lieferte die Trierer Eisenfabrik Laeis diese Konstruktion, berichtet Historiker Gottfried Kentenich, wodurch der Besuch des Kaffeehauses sehr gefördet worden sei. "Etwas Schöneres, Bezaubernderes konnte es nicht geben, als wenn man in einer Sommernacht im Vollmondschein auf der Terrasse von Schneidershof saß und das Auge auf die vieltürmige Stadt und dem glitzernden Band des Mosellaufs ruhen ließ", lässt er einen Zeitzeugen zu Wort kommen. 1905 erstrahlt die Anlage erstmals in elektrischem Licht und wird auch an die Palliener Wasserleitung angeschlossen. Der Weißhausverein machte sich um den Erhalt der Ländereien oberhalb des roten Palliener Felsen verdient.

Von der Jugendherberge zur Hochschule

Später diente der Schneidershof als Trierer Jugendherberge, bevor am 9. Juni 1939 der Grundstein für die Lehrerhochschule gelegt wurde. Am 30. Oktober 1940 wurde sie eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude bis 1969 als Pädagogische Hochschule genutzt, anschließend von der Universität Trier. Seit 1980 ist der baulich stetig ergänzte Schneidershof Sitz der (Fach-) Hochschule.

CN

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