Franz-Weissebach-Preis geht an Caritasdirektor

Stadt Trier. Der Franz-Weissebach-Preisträger 2014 ist Caritasdirektor Dr. Bernd Kettern (Foto, M.). In einer Feierstunde im Barocksaal der Sektkellerei Bernard-Massard wurde der Geschäftsführer des Caritasverbandes Trier am vergangenen Sonntag geehrt. Er ist der 27. Würdenträger aus der Region, der mit der jährlich von der Prinzenzunft der Stadt Trier 1987 verliehenen Auszeichnung für heimatliche Verbundenheit, Sinn für Humor und soziales Engagement ausgezeichnet wurde.

Traditionell wäre es Aufgabe des Vorjahrespreisträgers Dieter Lintz gewesen, die Laudatio auf seinen Nachfolger zu halten. Da dieser vor wenigen Monaten tödlich verunglückt war, kam diese Rolle nun dem Vizepräsidenten der Prinzenzunft, Andreas Dalpke (r.), zu. Auch Präsident Jürgen Schlich (l.) würdigte in seiner Eröffnungsrede noch einmal den Journalisten. Kurz vor seinem Tod habe ihn dieser noch kontaktiert, um das Preisgeld des vergangenen Jahres einzulösen. Lintz habe, so Schlich, den Trierer Verein Auryn, der sich um Kinder psychisch kranker Eltern kümmert, unterstützen wollen. Dies wurde nun in Form einer Scheckübergabe an die Vereinsvorsitzende Gabriele Apel offiziell nachgeholt.

 

In seiner Laudatio hob Dalpke neben seinem vielfältigen sozialen Engagement auch die humoristischen Qualitäten des diesjährigen Preisträgers hervor. Dr. Bernd Kettern habe stets "ein Lächeln im Gesicht und gleichzeitig den Schalk im Nacken", erklärte Dalpke. Der Ur-Trierer und promovierte Theologe war bereits von 1994 bis 2009 Direktor des Caritasverbandes für die Region, seit 2013 hat Kettern dieses Amt erneut inne. "Ob in der Kommunalpolitik, bei sozialen Projekten wie etwa der Einrichtung neuer Kindertagesstätten oder der Unterbringung von Flüchtlingen in Trier - er ist immer ein kompetenter und engagierter Ansprechpartner", so der Vizepräsident weiter. "Sein großes Fachwissen, verbunden mit seiner menschlichen, humorvollen, immer freundlichen und diplomatisch ruhigen Wesensart machen ihn zu einem Menschen, dem wir sehr gerne den Weissebach-Preis 2014 verleihen."

Der 53-Jährige erklärte, er werde den Scheck in Höhe von 500 Euro an die Ehrenamtlichen der Trierer Caritas-Konferenzen weitergeben ? seien jene doch 1840 von der Tante Franz Weissebachs gegründet worden. Das 175-jährige Bestehen im kommenden Jahr wolle man zudem mit einer öffentlichen Tafel im Palastgarten feiern, kündigte Kettern an.

Für die schwungvolle Umrahmung der Veranstaltung sorgten Conny Hain (Gesang), Peter Kasper (Kontrabass) und Walter Lorscheider (Keyboard).

dw/Fotos: Wiesner

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