Fußball-EM: Polizei stellt Sicherheitskonzept vor

Stadt Trier. Während der Fußball EM in Frankrich, die am 10. Juni, beginnt, gibt es in der gesamten Region Public-Viewing. Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier wird die größte Veranstaltung auf dem Trierer Viehmarkt stattfinden. Um allen Fußballfans und Nichtfans eine unbeschwerte EM zu ermöglichen, wird die Polizei die Sicherheit mit einem Bündel von Einsatzmaßnahmen während der Public-Viewing-Veranstaltungen gewährleisten.

Zum Einsatz kommen sowohl uniformierte als auch zivile Polizisten, um bereits im Vorfeld und während der Spiele Informationen zur allgemeinen Lage, zu eventuellen Gefahren und Störergruppen sowie zum Verkehrsgeschehen zu erheben und der Einsatzleitung mitzuteilen. Mobile Eingreifkräfte werden, ähnlich wie bei Fußball- und Fastnachtseinsätzen, zur Sofortintervention an verschiedenen Plätzen bereitgehalten. Darüber hinaus sind besonders ausgebildete Beamtinnen und Beamte mit Body-Cams im Stadtgebiet Trier präsent.

Videoüberwachung als Kernelement

Kernelement des Sicherheitskonzeptes ist die Videoüberwachung im Außenbereich des Viehmarktes sowie im inneren Bereich. Die Videoüberwachung findet allerdings nur während der Liveübertragung von Spielen der Deutschen Fußballnationalmannschaft statt, bei der die Veranstalter bis zu 6.500 Besucher erwarten. Das Videokonzept soll die Sicherheit der Besucher objektiv erhöhen und deren Sicherheitsgefühl stärken. Es ermöglicht der Polizei jederzeit einen aktuellen Überblick über die Situation an den für die Einsatzbewältigung wichtigen Orten. Gefahrenlagen und Störungen, die den Gesamtablauf beeinträchtigen, können frühzeitig erkannt und durch Steuerung der Einsatzkräfte gezielt beseitigt werden. Daneben kann die Videoüberwachung bei erkannten Straftaten zu Zwecken einer beweissicheren Strafverfolgung genutzt werden.

Löschung nach sieben Tagen

Unter Einbeziehung des Landesdatenschutzbeauftragten sieht das Konzept vor, vom Viehmarkt aus die angrenzenden Zuwegungen Viehmarkt-, Jüdemer-, Fahr- und Stresemannstraße mittels Videotechnik zu überwachen. An den Zugängen werden Besucher durch Hinweisschilder auf die Videoaufzeichnung hingewiesen. Soweit die Aufzeichnungen nicht zur Verfolgung von Straftaten oder erheblichen Ordnungswidrigkeiten, zur Gefahrenabwehr und insbesondere zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten benötigt werden, erfolgt deren Löschung nach Ablauf von sieben Tagen.

Bundespolizei kontrolliert Grenze

 

Im Rahmen der EM sorgt die Bundespolizei vom 10. Juni bis 10. Juli für eine sichere An- und Abreise über die Grenze in Richtung Frankreich. Ziel ist es, Gewalttäter möglichst nicht zu den Spielen anreisen zu lassen. Die Bundespolizei ist in enger Abstimmung mit ihren Sicherheitspartnern im In- und Ausland auf verschiedene Einsatzszenarien vorbereitet. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Bedrohungslage durch den internationalen Terrorismus. Die Bundespolizei weist aber auch daraufhin, dass es derzeit keinen konkreten Hinweise auf einen Anschlag gibt.

Insbesondere an den Grenzen zu Frankreich, Luxemburg und Belgien werden verstärkte Fahndungsmaßnahmen vorgenommen. Diese Maßnahmen erfolgen zeitlich und räumlich flexibel - unter Berücksichtigung der Spielzeiten, -orte und Reisenden und speziell bei Begegnungen der Deutschen Nationalmannschaft. Durch offene und verdeckte Aufklärungsmaßnahmen werden relevante Personen kontrolliert.

Neben einer Anreise nach Frankreich ist anlässlich der EM auch mit Einsätzen in Deutschland, zum Beispiel beim Public-Viewing, zu rechnen. Erfahrungsgemäß nutzen zahlreiche Fußballanhänger die öffentlichen Verkehrsmittel, um diese Veranstaltungen zu besuchen. Auch hier leistet die Bundespolizei in enger Abstimmung mit den beteiligten Sicherheitsbehörden ihren Beitrag zu einer friedlichen An- und Abreise zu den Spielorten und Public-Viewing-Veranstaltungen.

In Vorbereitung auf die EM wurde die grenzüberschreitende Kooperation zwischen den deutschen und französischen Sicherheitsbehörden intensiv abgestimmt. So werden deutsche Bundespolizisten den französischen Kollegen bei Grenzkontrollen zur Seite stehen. Zudem werden Risikofans auf beiden Seiten von der Bundespolizisten begleitet. 

 

 

 

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