Gladiators: mehr Dramatik denn je

Stadt Trier. Es war der 130. Kampf der Gladiators-Historie, und er war viel dramatischer als jeder seiner Vorgänger. Weil er verloren schien und zweimal verlängert wurde. Nach ihrem spektakulärsten Endspurt siegten Triers Basketball-Profis in Bamberg gegen die abstiegsgefährdeten Baunacher Young Pikes mit 115:112. Dieses Endresultat bedeutet, dass die Gladiators jetzt bereits einen Auswärtssieg mehr (6:5) aufweisen als in der vorigen Saison vor dem Playoff, wo dann ja noch je ein Triumph in Heidelberg und in Crailsheim folgten. Jetzt folgen vor dem Playoff noch fünf Auswärtsspiele, also ein Drittel des Reise-Programms der Hauptrunde.

Als Tabellenfünfter oder als -achter in die letzten hundert Januar-Stunden? Eine dritte Möglichkeit gab es nicht für Triers Zweitliga-Mannschaft. Die Baunacher Young Pikes hätten die schlechtere der genannten Alternativen mit Kusshand genommen, sind sie doch auf einem Rang, der abschließend in die Dritte Liga führt. Aber die Franken hätten eine Woche nach einer knappen Heimniederlage gegen den Tabellenführer ihre Lage verbessern können: Das Team mit dem Durchschnittsalter 19,1 war nicht selten um mehr als 20 Korbpunkte voraus und ging mit einer 78:61-Führung ins letzte Viertel. In dessen Endphase verließen die Trierer die sogenannte Verliererstraße, von der es keine Abzweigung mehr zu geben schien, und retteten sich per 90:90 in die Verlängerung. Und zwar besonders wegen jener beiden Spieler, die mit je einem Dreier für einen 6:0-Start ins Spiel gesorgt hatten: Kelvin Lewis mit Treffsicherheit und Jermaine Bucknor mit super Rebound-Arbeit.                  

Schmitz' wichtiger Dreier                              

In den ersten fünf zusätzlichen Netto-Minuten fanden die Baunacher zu Nervenstärke zurück, erzielten dem Momentum zum Trotz ein 104:104 und führten in der zehnten Verlängerungs-  Minute mit 112:110. Doch sechs Sekunden vor Schluss bedeutete ein Dreier von Kapitän Simon Schmitz die letzte Basis dafür, dass die Rheinland-Pfalz-Vertreter die Heimreise als Klassements-Fünfte statt als -Achte antreten durften.                                

Rückblick      

Dreistellig gepunktet hatten die Gladiators zuvor nur zweimal: Beim 100:60 in Rhöndorf im März 2016 und beim 102:66 daheim gegen Weißenhorn im Dezember 2017. Mehr als 40 Nettominuten im Einsatz war das Team bisher lediglich im November 2017 bei der 92:93-Niederlage in Paderborn. 

Der Vergleich        

In Oberfranken beendeten die Gladiators das Pensum des zweiten Drittels der Hauptrunde. Da drängt sich ein Vergleich mit dem ersten Drittel auf. Ergebnis:  14:6 Tabellenpunkten folgten 8:12.  Das 22:20 ist eine Wiederholung von 2017/18.                             

Statistik des Tages        

  • Die Viertel-  und Verlängerungen-Separation vom 27. Januar (aus Baunacher Sicht):  27:18,  29:20,  22:23,  12:29,  14:14,  8:11.                                  
  • Die eingesetzten Gladiators-Spieler und ihre direkten Beiträge zum Vereinsrekord (alphabetische Reihenfolge):   Bucknor 23,  Gloger 6,  R.Hennen 0,  Ilzhöfer 6,  Joos 20,  Lewis 29,  Schmikale 0,  Schmitz 16,  Smit 15.                                  
  • Kelvin Lewis war erstmals Topscorer des Teams. Seine persönliche Rekordzahl wurde 2018/19 lediglich drei Wochen zuvor von Jermaine Bucknor übertroffen (34). Die absolute Höchstzahl 35 brachte Kyle Dranginis zustande (September 2017).                               
  • Die Bilanz aus sämtlichen Begegnungen Baunach-TR und umgekehrt lautet nunmehr 2:6,  in Trier 4:0.                                   
  • Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 20 Saisonspielen:  Bucknor 298,  Joos 213,  Gloger 207,  Lewis 189,  Smit 164.  

BS

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