Knights knickten das Trierer Pflänzchen

Gladiatoren-Schiff erst leckgeschlagen und dann versenkt

Stadt Trier. Die Zeiten, da Triers Basketball-Profis pro Auftritt mehr Zuschauer hatten als Triers Fußball-Profis, sind erstmal vorbei. Was da eine Zwischensumme der Saison betrifft, wird es allerdings demnächst ein kurzes Zurück in die jüngere Vergangenheit geben: Während beim SV Eintracht erst Ende Februar die Winterpause endet, haben die Gladiators allein im Januar sage und schreibe vier Heimspiele. Im Dezember hingegen stellt Zweitliga-Geschehen an der Mosel eine Rarität dar. Keine Seltenheit, sondern die achte Niederlage der Saison war dabei das 62:79 der Trierer Basketball-Profis am Vorabend des dritten Advent.

 

Von Bernd Schneider und Vinzenz Anton

 

Der Springer beim Schach heißt im Englischen Knight. Die Kirchheimer Knights aus Baden-Württemberg übersprangen die erstmals in Rheinland-Pfalz aufgestellte Hürde souverän. Von Triers sechs vorherigen Gästen konnten lediglich die Vechtaer den Kirchheimern das Wasser reichen - und dies auch nur über drei Viertel der Spielzeit. Gladiators-Trainer Marco van den Berg teilte diese Einschätzung und sprach mit großer Berechtigung von einer außerordentlichen Effektivität des Tabellendritten, die sich in der Defensive ebenso offenbarte wie in der Offensive.

"Zu hektisch agiert"

Da spielte ein Team, das wesentlich besser harmoniert als in den ersten Saison- Wochen, als viele neue Spieler erstmal zueinander finden mussten. Gladiator Sebastian Herrera, der zu den tagesbesseren Akteuren der Verlierer-Mannschaft zählte, fand, dass man zu hektisch agiert habe. Dies galt eher fürs letzte Viertel (14:22), als vor 1901 Zuschauern längst nicht mehr genug gelang, denn für die ersten zehn Netto-Minuten. Mit einer 10:6-Führung wurde da durchaus ein Pflänzchen installiert. Dass man schließlich kaum noch etwas auf die Reihe bekam, lag natürlich auch am Gegner. Dieser schlug zum günstigen Zeitpunkt (zweite Hälfte drittes Quartal) das Gladiatoren-Schiff leck und versenkte es schließlich konsequent. Das einzige Positive aus Trierer Sicht, wo sieben Tage nach der höchsten Niederlage die höchste Heimniederlage verbucht wurde: Comeback von Justin Raffington nach zehnwöchiger Verletzungspause.

* Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 14 Spielen: Spearman 213, Evans 210, Smit 112, Anderson 105, Breiling 81.

 

 

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