Miezen schrammen an Sieg vorbei

Zweitliga-Handballerinnen geben klaren Vorsprung aus Hand

Stadt Trier. Das war knapp! Im ersten Saisonspiel der Zweiten frauenhandball-Bundesliga unterlag die DJK/MJC Trier vor 500 Zuschauern dem Bundesligaabsteiger SGH Rosengarten mit 27:28 - und das nach einer 17:13-Führung zur Pause.

 

Die Trierer Miezen, mit Kockler, Welter, Czanik, Weibelova, Houben, Müller und Simon Varga in der Startformation, erwischten einen guten Start in ihre neue  Saison. Gerade das Zusammenspiel mit Kreisläuferin Andrea Czanik funktionierte in der Anfangsphase, die slowakische Routinierin traf doppelt zum 4:2 nach fünf Minuten. Auch Neuzugang Dora Simon Varga konnte erste Akzente setzen, netzte innerhalb der ersten zehn  Minuten gleich dreifach. Gerade zur Mitte der ersten Halbzeit waren die Miezen in der Offensive durchsetzungsstärker und kreativer als der Gegner aus der Nordheide, die lediglich durch Limberg über Außen mehrfach den Anschlußss halten konnten (11:9). Zu dem Zeitpunkt kamen die Moselstädterinnen sogar mit einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Andrea Czanik zurecht, hielten die Schlagdistanz konstant auf zwei Tore (14:12). Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es dann Yevheniya Knoroz, die mit ihrem vierten Treffer innerhalb kurzer Zeit zur vier Tore Führung einnetzte (17:13). Die Luchse der SGH Rosengarten-Buchholz schienen zu diesem Zeitpunkt recht froh über den Halbzeitpfiff.

Das Spiel kippt...

Innerhalb der zweiten Halbzeit kippte das MJC-Spiel folglich, anscheinend fruchtete die Halbzeitansprache von SGH-Trainer Steffen Birkner, Mareike Vogel im SGH-Gehäuse ging nun ihrer Beschäftigung nach und der Miezen-Vorsprung schmolz bis zur 40 Minute auf ein Tor ab (20:19). Die SGH bäumte sich auf, kam durch Evelyn Schulz zum 21:21 Ausgleich und konnte in Folge sogar davonziehen (22:25). Der Miezenangriff war zu diesem Zeitpunkt einfach nicht durchschlagskräftig, kam bis zur 50. Minute lediglich auf 5 Treffer und schloss mehrfach zu früh ab. Innerhalb der letzten 10 Minuten entwickelte sich ein packender Schlagabtausch. Durch einen Kraftakt trafen die Holländerin Houben (25:27), sowie Lucia Weibelova in der 58. mit dem ersten Miezen-Siebenmeter (!), ihrem siebten Treffer, zum Anschluss (26:27). Die Gäste aus Niedersachsen erhielten im Gegenzug durch das Schiedsrichtergespann Frankholz/Frankholz ihren insgesamt neunten Siebenmeter, und verwerteten zum 26:28. Auf der Hallenuhr waren noch 20 Sekunden, als Dora Simon Varga mit dem 27:28 zum Anschluss traf, die Gäste ließen daraufhin die letzten zehn Sekunden verstreichen.

"Kein Vorwurf"

"Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen" resümierte Miezen-Chef Jürgen Brech, "über weite Strecken haben wir stark gespielt, dass Rosengarten in der zweiten Halbzeit noch kommen würde war klar. In dieser Phase haben wir dann leider nicht mehr so konzentriert aufgespielt wie in Halbzeit eins. Hinzu kamen Dinge, die du als Mannschaft leider nicht beeinflussen kannst...".

Trierer Miezen: Kockler, Eckelt - Greinert (n.e.), Houben (3), Czanik (4), Constantinescu (0), Müller (2), Weibelova (6/1), Knoroz (4), Varga (7), Welter (1)

Quelle: DJK/MJC Trier

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