Miezen: Trainerin geht - Drei Spielerinnen verlängern

Stadt Trier. Vor dem Klassenerhalt ist nach dem Klassenerhalt, denn ungeachtet des fulminanten Derbysiegs gegen Koblenz (29:23) und dem aktuellen Kampf um Verbleib in Liga eins arbeiten die Verantwortlichen des Frauenhandball-Bundesligisten DJK/MJC Trier mit Hochdruck am Kader für die kommende Spielzeit. Und ungeachtet der Ligazugehörigkeit kann MJC-Vorstand Jürgen Brech Erfreuliches berichten: Urgestein Judith Derbach, Torfrau Jessica Kockler und Esther Mohr haben ihre Verträge verlängert. Auf der Trainerbank wird es allerdings Veränderungen geben, denn Cristina Cabeza kehrt nach drei Jahren in Deutschland in ihre spanische Heimat zurück.

 

 

Die Spielklasse für die Saison 2015/2016 ist nach wie vor offen, nach dem Sieg im Derby gegen Koblenz haben die Trierer Bundesliga-Handballerinnen allerdings wieder alle Optionen. Ungeachtet der Ligazugehörigkeit konnte MJC-Vorstand Jürgen Brech jetzt aber in Sachen Vertragsverlängerungen erste Erfolge verbuchen. "Judith, Jessi und Esther haben sich für ein weiteres Jahr bei den Miezen entschieden. Darüber sind wir natürlich sehr glücklich", sagte Brech und ergänzte: "Zusammen mit Maxi und Linsey, die laufende Verträge haben, haben wir jetzt ein Gerüst für die kommende Saison." Brech hofft in der Folge auf weitere positive Gespräche innerhalb des aktuellen Kaders, macht aber auch deutlich "dass die Ligazugehörigkeit gerade für potentielle Neuzugänge nicht unwichtig ist." Nach den Abgängen von Katrin Schneider (TSG Ketsch) und Celine Michielsen (TuS Metzingen) sind die Vertragsverlängerungen von Judith Derbach, Jessica Kockler und Esther Mohr allerdings auch ein Zeichen an mögliche neue Spielerinnen, dass man an der Mosel versucht Kontinuität in den Kader zu bringen.

"Auf dem richtigen Weg"

"Das wir nicht immer alle Spielerinnen halten können, ist angesichts der Finanzen normal. Die frühzeitige Entscheidung für die Miezen zeigt aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind", erklärte Brech. Mit Derbach und Kockler haben sich zwei Spielerinnen für ein weiteres Jahr im blau-weißen Dress entschieden, die man gut und gerne auch als "Urgesteine" bezeichnen kann. Vor allem Derbach gehört zum Inventar der Miezen, schaffte über die 2. Mannschaft den Sprung in den Bundesliga-Kader und spielt derzeit wohl die stärkste Saison (74 Tore) ihrer Karriere. Torfrau Kockler wechselte 2009 aus Marpingen an die Mosel und zeigte zuletzt im Derby gegen Koblenz wie wertvoll sie sein kann. Nach einer bisher durchwachsenen Spielzeit hofft die Saarländerin im kommenden Jahr auf mehr Konstanz in der eigenen Leistung. Über beide Verlängerungen zeigte sich Brech hocherfreut: "Beide Spielerinnen sind Stützen der Mannschaft und auch neben dem Feld sehr wichtig." Auch Esther Mohr hat ihren Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängert. Die Spielmacherin spielt ihr zweites Bundesligajahr im Dress der Miezen und hat nach ihrem Wechsel aus der 3. Liga eine großartige Entwicklung genommen: "Esther ist sehr wichtig für diese junge Mannschaf", so Brech. Damit haben die Moselanerinnen für die neue Spielzeit - egal ob erste oder zweite Liga - ein Gerüst beisammen, auf dem es gilt aufzubauen. Umschauen müssen sich die MJC-Verantwortlichen allerdings nach einem neuen Trainer oder Trainerin, denn Cristina Cabeza wird ihren am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern und in ihre spanische Heimat zurückkehren.

Coach zurück nach Spanien - Nachfolge offen

"Das ist natürlich ein Schlag und wir haben alles versucht, um Cris in Trier zu halten. Wir wollten weiter mit ihr arbeiten"", so Brech, der nur lobende Worte für die Spanierin übrig hat: "Cris kam in einer schwierigen Situation zu uns und hat, egal ob als Spielerin oder Trainerin gute Arbeit geleistet. Dafür danken wir ihr." Cabeza kam in der Saison 2012/2013 an die Mosel und war als Spielmacherin Dreh-und Angelpunkt im Spiel der Miezen. Anschließend übernahm die Spanierin dann zusammen mit Jana Arnosova als Spielertrainerin die sportlichen Geschicke, und konnte in der vergangenen Spielzeit trotz Rumpfkader die Klasse halten. Nach drei Jahren Deutschland will die 38-jährige nun aber erstmal zurück in ihre Heimat, am liebsten natürlich mit dem Klassenerhalt.

www.mjc-trier.de

 

Foto: TriSign

 

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