Miezen wollen sich im nächsten Derby freischwimmen

Mainz-Bretzenheim Sonntag in der Arena zu Gast

Stadt Trier. Der Druck auf die Trierer Zweitliga-Handballerinnen vor der Partie am Sonntag, 16 Uhr, gegen Aufsteiger Mainz-Bretzenheim könnte größer nicht sein: Nach sechs Ligapleiten in Folge sind die Miezen das noch einzige Team ohne Punktgewinn. Trainerin Daniela Filip ist derzeit vor allem im mentalen Bereich gefordert, hat ihre Schützlingen in der vergangenen Woche immer wieder stark geredet. Gegen den Aufsteiger aus Mainz zählt nur ein Sieg.

Daniela Filip ist derzeit nicht zu beneiden: Nach gut einem Viertel der Saison immer noch ohne Pflichtspielsieg, Tabellenletzter und viele offene Fragen. Eine Situation, die auch an der 45 Jahre alten Rumänin nagt, wie sie selber zugibt: "Wir haben natürlich mit den Niederlagen zu kämpfen, dass merkt man den Mädels an und das ist auch normal. Man sieht, dass die Situation alles andere als einfach ist." Aufgeben kommt für die gelernte Bürokauffrau allerdings nicht in Frage, den Kopf in den Sand stecken sowieso nicht, denn man merke der Mannschaft an" dass sie dieses Spiel am Sonntag (16 Uhr) mit aller Macht gewinnen will." Der Druck vor dem vierten Heimspiel in Folge gegen den Aufsteiger aus Mainz-Bretzenheim ist enorm, von einer Schicksalspartie, oder gar einem Endspiel will an der Mosel aber niemand reden.

Trainerin wehrt sich gegen allzu viel Druck

"Ich wehre mich gegen solche Untergangsszenarien, im Sport ist so vieles möglich", sagt Filip, ergänzt aber, dass es für die Partie nur eine Vorgabe geben kann: "Sieg und zwei Punkte." Die Gäste aus der Karnevalshochburg stehen mit drei Punkten aus den ersten sechs Partien nur unwesentlich besser da, allerdings hat der Aufsteiger bisher überrascht. Bis auf die deutliche 26:33-Niederlage in Bremen musste sich das Team von Steffen Piffkowski immer nur knapp geschlagen geben. Die Mainzer überzeugen vor allem durch ihre Homogenität, der Star ist die Mannschaft, so das Motto. "Mainz hat eine sehr gute Qualität im Rückraum, was für uns heißt, dass wir aggressiv verteidigen müssen, die Spielerinnen auf Distanz halten müssen", so Filips Einschätzung, die sich allerdings nicht viel mit dem Gegner beschäftigen will: "Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen, unser Spiel spielen und unsere Leistung abrufen." Und auch zum Thema Druck hat die 45-Jährige eine ganz eigene Meinung: "Wir wollen, müssen und werden versuchen diesen negativen Druck 60 Minuten wegzulaufen. Und wenn wir das bringen, was wir können, werden wir auch als Sieger vom Feld gehen."

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