Mit "Halaudi" in die wilden 20er!

Ordensfest der KG Heuschreck macht Appetit auf mehr

Stadt Trier. Mit einem gut besuchten Ordensfest in den Viehmarktthermen startete die KG Heuschreck 1848 am Freitagabend in den Sitzungskarneval, der bei Triers ältester Karnevalsgesellschaft diesmal ganz unter dem Sessionsmotto "Halaudi - Die wilden 20er" steht. Höhepunkte der knapp zweistündigen Veranstaltung waren die Ernennung drei neuer Senatsmitglieder sowie die Aufnahme des langjährigen Aktiven Rainer Lübeck nach 30-jähriger "Probezeit" in den Elferrat.

"Nach der traditionellen musikalischen Eröffnung mit dem Heuschreck-Lied ("Heuschreck - spring auf!") - gemeinsam gesungen von Chor und Festgästen - und der Begrüßung durch den Präsidenten und Moderator des Abends Prof. Dr. Niko Mohr mit seinen beiden Stellvertretern Karlheinz Scheurer und Hans-Georg Becker, konnte das Publikum das am Wochenende zuvor auf der ATK-Gala frisch inthronisierte Trierer Stadtprinzenpaar Harald III. und Monika II. begrüßen. Weitere Prinzenpaare unter anderen des KC Roscheid Konz und des Igeler Carnevalsverein (ICV) machten den "Heuschrecken" ihre Aufwartung.

Sessionsmotto: "Halaudi - Die wilden 20er"

In seiner frei gehaltenen Ordensrede zog Ehrenpräsident Dr. Harald Reusch einige Paralellen von den sogenannten "goldenen Zwanzigern" des letzten Jahrhunderts in die heutige Zeit und sparte - in der ihm eigenen Art -  nicht mit sarkastischen Kommentaren. Mit dieser Rede machte der langjährige Präsident der Gesellschaft außerdem sein 50jähriges Bühnenjubiläum voll, eine Leistung, die ihm wohl so schnell kein Aktiver nachmachen wird. Gestaltet wurde der in schwarz gehaltene diesjährige Sessionsorden im Art-Déco-Stil mit einer grünen Heuschrecke und goldenen Schrift- und Strukturelementen von dem Jung-Designer Marcus Kautz aus Düsseldorf. Während den Herrenorden ein schmucker Zylinder ziehrt, wird der etwas kleinere Damenorden von einem gut gefülltem Champagnerglas als Erkennungsmerkmal beherrscht. Nach einem mit viel Beifall bedachten musikalischen Intermezzo von Thomas Wegmann auf seinem Xylophon nahmen die Ehrungen verdienter "Heuschrecken" ihren Lauf.

Dr. Marika Leonardy vom Programmausschuss, Claudia Kautz vom Kreativteam und Tobias Blasisus vom Organisationsteam "Heuschreck-Party" wurden stellvertretend für ihre Teams geehrt und stellten in Kurz-Interviews ihre Arbeit vor. Ein großes Augenmerk der KG Heuschreck liegt dieses Jahr auf der erstmals in der Europahalle an Weiberdonnerstag, ab 15.11 Uhr stattfindenden Karnevalsparty, für die im Vorverkauf schon mehr als 500 Karten verkauft wurden.

Den ATK-Verdienstorden, überreicht durch den Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karenval, Andreas Peters und dessen "Vize" Stefan Feltes erhielten Oliver Brand, Marika Leonardy, Uli Leonardy, Christian Reichert, Andreas Fuchs, Judith Kauf. Eine besondere Ehrung wurde Heuschreck-Senator Udo Köhler zuteil, der als Dank und Anerkennung für sein großes Engagement bei der Renovierung des "alten Zollhauses", des Heuschreck-Domizils am Moselufer, eine Heuschrecke mit Zollstock erhielt. Köhler, der auch Vizepräsident des Senats ist,  nahm die Ehrung auch stellvertretend für den verhinderten Senatspräsidenten Hermann Sperber in Empfang, der ebenfalls großen Anteil an der gelungenen Renovierung des Vereinsheims hat.

Vom Landesverband Rhein-Mosel-Lahn im Bund Deutscher Karneval (BDK) wurden die Heuschreckmitglieder Andrea Mai und Elferrat Jan Tschickardt ausgezeichnet. Präsident Peter Pries und sein Vize Andreas Noll überreichten die Orden.

Neu in den mittlerweile über 70 Mitglieder zählenden Senat der KG Heuschreck wurden am Ordensfest aufgenommen: Linda Heister (Geschäftsführende Gesellschafterin Heistergruppe), Hans Eitz  - Geschäftsführer Propeller - Agentur für neue Kommunikation) und Dr. Rolf Mahlberg (Chefarzt für Innere Medizin am Klinikum Mutterhaus). Die neuen Senatsmitglieder erhielten ihre Urkunden und Senatsmützen aus den Händen von Senats-VizepräsidentUdo Köhler.

Als weiterer Höhepunkt der Veranstaltung folgte die Aufnahme des langjährigen Aktiven Rainer Lübeck als neuen Elferrat in das rund 50 Köpfe zählende Gremium der Gesellschaft durch Elferratschef Frank Bettendorf. Rainer Lübeck, der seit mittlerweile 35 Jahren eine feste Größe in der Heuschreck-Bütt ist und in dieser Funktion quasi in die Fußstapfen seines Vaters Rudi Lübeck getreten ist, bedankte sich mit einer kurzen launigen Rede, in der er sich scherzweise empört darüber zeigte, dass es 35 Jahre gedauert habe, bis er es endlich zum Elferrat beim Heuschreck "gepackt" habe - räumte aber selbstkritisch ein, dass es auch an ihm gelegen habe, da er die Größe der Verantwortung nicht schon in jungen Jahren habe schultern wollen. Die Aufnahme in den "heuschrecklichen" Elferrat, ein mittlerweile rund 50köpfiger "wilder Haufen", sei für ihn zum jetzigen Zeitpunkt eine große Ehre.

Mit dem "Trier-Lied" zum Abschluss gesungen vom Heuschreck-Chor und Thomas Frings als Solisten schloss der offizielle Teil der Veranstaltung und die Festgäste trafen sich zum Imbiss und Umtrunk in den weitläufigen Räumlichkeiten der Viehmarkthermen.

Die Sitzungen der KG Heuschreck in der Europahalle finden am Samstag, 8. Februar, 18 Uhr, Samstag, 15. Februar, 19 Uhr,  Sonntag, 16. Februar, 15 Uhr und Samstag, 22. Februar, 19 Uhr statt.

Red/Fin Fotos: Finkenberg

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