Nackenschlag in der Nachspielzeit: Eintracht verliert

Fußball-Regionalligist verliert im Aufstiegkampf an Boden

Stadt Trier. In Unterzahl einen Elfmeter verschossen, dann in der Nachspielzeit noch einen Treffer kassiert – und am Ende ohne zählbaren Erfolg: So gestaltete sich für die Trierer Eintracht die Konstellation am Samstag Nachmittag beim 0:1 am Bieberer Berg in Offenbach. Nach dem 0:0 von Aufstiegsmitkonkurrent SV 07 Elversberg beim FK 03 Pirmasens beträgt der Rückstand auf Playoff-Platz zwei in der Fußball-Regionalliga Südwest jetzt drei Punkte.

 

Vor 5090 Zuschauern, die zum Traditionsduell der Offenbacher Kickers und der Eintracht gekommen waren, entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes, intensives Regionalligaspiel. Offenbach, das in den vergangenen zwei Spielen hohe Niederlagen einstecken musste (0:4 gegen Mannheim und 1:5 gegen Hoffenheim II), war hier und da die Verunsicherung anzumerken. Die Eintracht hielt dagegen und zeigte sich präsent. In Sachen Zweikampfverhalten verdiente sich der SVE ein Sonderlob. Folgerichtig gehörte den Moselstädtern die erste Torgelegenheit. Mario Müller scheiterte nach einem Zuspiel von Patrick Lienhard mit einem Volleyschuss an Torhüter Daniel Endres (17.). Auf der Gegenseite prüfte Maik Vetter Chris Keilmann mit einem Distanzschuss (26.). In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild nicht. Es blieb ein Spiel, in dem der Abnutzungskampf im Mittelpunkt stand. Dabei blieb der SVE das gefährlichere Team.

Auch in Unterzahl ist Trier stark

Zwei Hereingaben von der linken Seite (58. und 70.) konnte die OFC-Defensive nur mit Mühe klären. Auch mit zehn Akteuren (Florian Riedel sah in der 71.Minute die gelb-rote Karte) war die Eintracht dem Torerfolg näher. In der 75. Minute sprach Schiedsrichter Marcel Schütz aus Worms der Eintracht einen Elfmeter zu, Stefano Maier hatte Lienhard zu Fall gebracht. Den gut geschossenen Elfmeter von Mario Müller parierte Torhüter Daniel Endres. "Wenn wir das Ding rein machen gewinnen wir das Spiel. Eigentlich sollte ein anderer Spieler den Elfmeter schießen. Der Schütze war sich aber sicher. Dann hat die Mannschaft das so entschieden. Aber darüber müssen wir jetzt nicht diskutieren. Das ist Fußball...", sagte Trainer Peter Rubeck hinterher. In der Schlussviertelstunde wendete sich das Blatt zugunsten der Offenbacher Kickers. OFC-Coach Oliver Reck brachte mit Markus Müller und Dren Hodja zwei neue Stürmer, um den Druck zu erhöhen. Nachdem zunächst Müller am klasse reagierenden Christoph Buchner scheiterte (klärte für den geschlagenen Keilmann mit der Hacke), machte sich die Auswechslung in der Nachspielzeit bezahlt. Ein Freistoß von Markus Roeser wurde scharf in den Fünfer gezogen, wo Hodja zum 1:0 einköpfen konnte.

"Sehr enttäuscht"

Eine ganz bittere Pille für die Eintracht, die über weite Strecke eine ordentliche Partie ablieferte. "Insgesamt bin ich sehr enttäuscht. Aber nicht wegen der Leistung meiner Mannschaft, sondern wegen dem Ergebnis. Das Auftreten der Jungs war in Ordnung und wir hätten einen Punkt verdient gehabt", bilanzierte Rubeck in der Pressekonferenz. Im kommenden Heimspiel gegen den SC Freiburg II (Samstag, 14 Uhr) muss er beide Außenverteidiger ersetzen. Neben Florian Riedel ist auch Mario Müller (fünfte gelbe Karte) gesperrt.

red/SVE

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