Nero spielte für Trier Millionen ein

Stadt Trier. Hunderttausende Gäste kamen zwischen dem 14. Mai und 16. Oktober nach Trier, um die Schau "Nero - Kaiser, Künstler und Tyrann" im Rheinischen Landesmuseum im Museum am Dom und im Stadtmuseum Simeonstift zu sehen. Das Projekt ist eine der erfolgreichsten Ausstellungen im Jahr 2016 in Europa und hat die Stadt Trier als "Zentrum der Antike" im Jahr des 30-jährigen Aufnahmejubiläums der Trierer UNESCO-Welterbestätten in den Fokus derKulturreisenden gesetzt.

Insbesondere das enorme Presseecho der nationalen undinternationalen Medien konnte zur außergewöhnlichen Steigerung der Wahrnehmung der Kulturreiseregion Rheinland-Pfalz beitragen. Das Fazit lautet: Trier hat durch die Ausstellung anbundesweiter Bekanntheit gewonnen. Nun haben die Museen Bilanz gezogen und es zeigt sich, dass die Region auch wirtschaftlich in hohem Maße von der Ausstellung rund um den römischen Kaiser profitieren konnte. Die Zahlen einer Besucherbefragung belegen, dass 69,5 Prozent der Besucher nur wegen der Nero-Schau nach Trier kamen. Die zusätzlichen Gäste, die ohne das Projekt Trier nicht besucht hätten, gaben im Durschnitt 91 Euro am Tag aus. Insgesamt lässt sich daraus ein Wert von circa19 Millionenerrechnen, der nur durch die Nero-Ausstellung in die Stadt getragen wurde.

Schau punktet inhaltlich

Inhaltlich konnte die Schau bei den Besuchern voll punkten, wie die Umfrage zeigt. Die Befragten bewerteten die Ausstellung im Durchschnitt mit 1,6 und lobten insbesondere die inhaltliche Ausgestaltung und die Themenauswahl. Als weitere große Pluspunkte wurden die Qualität der Exponate und deren Präsentation genannt. Die Führungen durch die Ausstellung wurden zudem rundum positiv bewertet und die Freundlichkeit und die Kompetenz derGästeführer hervorgehoben. Für die Museen, aber auch für die Region, war die Nero-Ausstellung ein gelungenes und gewinnbringendes Projekt. Träger der erfolgreichen Ausstellung waren die Generaldirektion Kulturelles Erbe, die Stadt Trier und das Bistum Trier.

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